07:55 05 Dezember 2020
SNA Radio
    Politik
    Zum Kurzlink
    112112
    Abonnieren

    Die Migranten von Moria blockieren Straßen, um gegen Lebensbedingungen nach dem Brand in ihrem Lager zu protestieren. Die Situation heizen Berichte über die Errichtung einen neuen provisorischen Lagers zusätzlich auf. Sputnik überträgt live von der griechischen Insel Lesbos.

    Große Teile des Flüchtlingslagers Moria sind am Mittwoch abgebrannt. Einige Einheimische griffen Berichten zufolge Migranten an und hinderten sie daran, durch ein nahe gelegenes Dorf aus dem brennenden Camp zu fliehen. Die griechische Regierung hat Asylbewerbern vorgeworfen, die Brände gelegt zu haben.

    Bei dem Brand hatten mehr als 12.000 statt der vorgesehenen 3.000 Menschen ihre Unterkunft verloren, darunter etwa 400 unbegleitete Minderjährige.

    Aufnahme in Deutschland

    Zuvor hatte Bundesinnenminister Horst Seehofer mitgeteilt, dass sich zehn europäische Staaten an der Aufnahme von 400 unbegleiteten Minderjährigen beteiligen. Ein Großteil - je 100 bis 150 - werde von Deutschland und Frankreich aufgenommen.

    Im Streit um die Aufnahme von Migranten griff Bundestagsvizepräsidentin Claudia Roth Seehofer scharf an: „Die Ankündigung von Horst Seehofer, nur zwischen 100 und 150 Minderjährige aus Moria in Deutschland aufzunehmen, ist ein Totalversagen des Innenministers“, sagte die Grünen-Politikerin der „Augsburger Allgemeinen“ am Samstag.

    Die Zusage entspreche nur einem Bruchteil der Angebote zur Aufnahme von fast 180 Kommunen und mehrerer Bundesländer. „Mit seiner Ablehnung macht Seehofer sich mitverantwortlich an dem unmenschlichen Leid an Europas Haustür“, so Roth. 

     

    GemeinschaftsstandardsDiskussion
    via Sputnik kommentierenvia Facebook kommentieren

    Zum Thema:

    Enthüllungsplattform gegen CNN im Streit über vertuschte Biden-Affäre
    „Von Sahel über das Mittelmeer bis in den Osten“: Maas stimmt Deutsche auf Kooperation mit USA ein
    Legendärer Sowjet-Panzer T-34 wieder nahe Moskau unterwegs - Video
    Grenzdurchbruch aus Ukraine: Bewaffnete Gruppe will nach Russland eindringen