06:12 21 September 2020
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    Eine Gruppe von insgesamt 19 US-Senatoren und Abgeordneten des US-Repräsentantenhauses hat den CEO der Walt Disney Company, Bob Chapek, aufgefordert, die Zusammenarbeit mit den Behörden des Uigurischen Autonomen Gebiets Xinjiang in China zu kommentieren, die es bei den Dreharbeiten des neuen Abenteuerfilms „Mulan“ gegeben haben soll.

    Einen entsprechenden Brief hat die Congressional-Executive Commission on China (CECC) am Freitag veröffentlicht, eine unabhängige US-Behörde, die die Einhaltung von Menschenrechten und die Rechtsstaatlichkeit in der Volksrepublik China überwacht.

    ​Die Verfasser des Schreibens verweisen darauf, dass im Abspann des Films, in dem es um den Lebensweg einer Kriegerin im Alten China geht, den „Sicherheits- und Propaganda“-Behörden von Xinjiang gedankt wird.

    Die „offensichtliche Zusammenarbeit“ von Disney mit Beamten der Volksrepublik China, die „am meisten für die Begehung von Gräueltaten – oder für die Vertuschung dieser Verbrechen – verantwortlich“ seien, sei zutiefst beunruhigend, heißt es in dem Brief. Die US-Senatoren und Abgeordneten, zu denen auch der CECC-Ko-Vorsitzende und ehemalige Präsidentschaftskandidat Marco Rubio gehört, forderten Disney auf, eine detaillierte Erklärung abzugeben.

    Die Gesetzgeber fragten Disney unter anderem nach dem Einsatz lokaler Arbeitskräfte, wie Uiguren oder Vertreter anderer ethnischer Minderheiten, „sowie nach der gebotenen Sorgfalt, mit der sichergestellt werden sollte, dass während der Produktion des Films keine Zwangsarbeit eingesetzt wurde“.

    US-Kritik an China wegen angeblicher Minderheitenunterdrückung in Xinjiang

    Die USA hatten China mehrmals vorgeworfen, gegen Menschenrechte im Uigurischen Autonomen Gebiet Xinjiang zu verstoßen, das unter anderem von Uiguren, Kasachen und anderen Ethnien besiedelt ist, die sich zum Islam bekennen. Peking weist die Vorwürfe zurück.

    Im Juli 2020 verhängten die USA Sanktionen gegen chinesische Politiker, denen sie Unterdrückung der muslimischen Minderheit der Uiguren zur Last legen.

    Ende August 2018 hatten Experten des UN-Ausschusses für die Beseitigung der Rassendiskriminierung in einem Bericht mitgeteilt, dass sich bis zu einer Million ethnische Uiguren in „Umerziehungslagern“ in der Autonomen Region Xinjiang in China befinden könnten.

    Das chinesische Außenministerium ließ in Reaktion darauf verkünden, die Information über die Inhaftierung von Uiguren in „Umerziehungslagern“ entspreche nicht der Wirklichkeit.

    asch/sna/rtr/ae

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    Menschenrechtsverletzungen, Uiguren, Dreharbeiten, Film, China, Xinjiang, Marco Rubio, US-Senator, US-Kongress, USA