16:58 18 September 2020
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    Dänemark will den Bau der Ostsee-Pipeline Nord Stream 2 nach der angeblichen Vergiftung des Kreml-Kritikers Alexej Nawalny erneut besprechen. Dies berichtet die dänische Rundfunkanstalt DR.

    Für eine neue Diskussion plädiert die dänische Premierministerin Mette Frederiksen:

    „Ich war die ganze Zeit gegen Nord Stream 2. Ich glaube, wir sollten nicht von russischem Gas abhängig werden. Es wäre gut, wenn wir eine neue Diskussion zu diesem Thema beginnen könnten“, zitiert DR Frederiksen.

    Im Juli hatte die dänische Energieagentur (DEA) eigenen Angaben zufolge der Nord Stream 2 AG genehmigt, Nord Stream 2 in ihren Gewässern mithilfe von Rohrverlegeschiffen mit Ankerpositionierung fertigzustellen.

    Situation um Nord Stream 2

    Die fast fertige Pipeline ist seit Jahren ein Streitfall. In den vergangenen Tagen aber ist die Pipeline im Zusammenhang mit der angeblichen Vegiftung von Nawalny in den Mittelpunkt einer drängenden Diskussion gerückt.

    Bundeskanzlerin Angela Merkel schließt nach Angaben von Regierungssprecher Steffen Seibert nicht mehr aus, dass die Ostsee-Gaspipeline Nord Stream 2 von möglichen Sanktionen gegen Russland betroffen sein könnte.

    Die Aufklärung des Falles fordern alle Parteien im Bundestag. Doch damit enden die Gemeinsamkeiten. Gegen einen Baustopp von Nord Stream 2 sprechen sich die Linkspartei und die AfD aus.

    Außenminister Maas sagte, wenn es in den nächsten Tagen keine Beiträge zur Aufklärung gebe, werde man sich mit den Partnern beraten. Auf die EU-Mitgliedsstaaten könnte also sehr schnell eine Diskussion zukommen, wie denn eine angemessene Antwort aussehen soll.

    sm/gs

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    Tags:
    Nord Stream 2, Alexej Nawalny, Dänemark