05:11 21 September 2020
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    Bundesaußenminister Heiko Maas hat den Unterhändlern der Friedensgespräche in Afghanistan deutsche Unterstützung angeboten. In einer am Samstag veröffentlichten Videobotschaft betonte er überdies die Selbsbestimmung des afghanischen Volkes.

    Die Verhandler hätten „die einmalige Gelegenheit“, das Fundament für ein Afghanistan zu legen, „in dem Menschenrechte und Grundfreiheiten, insbesondere die von Frauen und Minderheiten, geschützt werden und von dessen Boden keine Bedrohung für andere Länder ausgeht“, sagte der Außenminister.

    Die Afghanen wollten in Frieden leben und „Rechtsstaatlichkeit und Menschenrechte respektiert sehen – nicht in Theorie, sondern in Realität“. „Nur das afghanische Volk kann über seine Zukunft bestimmen“, betonte Maas.

    Afghanistan und Deutschland verbinde eine mehr als einhundertjährige Freundschaft, so der Außenminister weiter. „Wir stehen heute bereit, Sie zu unterstützen, damit die Friedensverhandlungen Erfolg haben.“ Fortgesetzte internationale Unterstützung hänge ab von der Beachtung dieser fundamentalen Rechte und der verfassungsmäßigen Ordnung Afghanistans.

    Die Bundeswehr ist in Afghanistan im Rahmen eines internationalen Einsatzes zur Ausbildung der afghanischen Truppen präsent. Nach einer Vereinbarung der USA mit den Taliban haben am Samstag in Katar direkte Friedensgespräche der Regierung Afghanistans mit den Islamisten begonnen. Maas dankte allen, die zum Verhandlungsbeginn beigetragen hätten. Er nannte die USA und Pakistan, Norwegen, Indonesien und Usbekistan sowie den Gastgeber Katar.

    mka/dpa/gs

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    Heiko Maas, Afghanistan, Friedensgespräche