08:22 30 September 2020
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    Die Bundesregierung berät derzeit über die Aufnahme weiterer obdachloser Migranten nach dem verheerenden Brand im Flüchtlingscamp Moria auf der griechischen Insel Lesbos. Laut Regierungssprecher Steffen Seibert wird Deutschland einen substanziellen Beitrag leisten, da die Menschen dort „in einer verzweifelten Situation“ sind.

    Die griechische Regierung habe aber klar gemacht, dass sie die Verantwortung für die Menschen auf Lesbos in erster Linie selbst übernehmen wolle, fügte er hinzu. „Es ist eine einmalige Notsituation“, betonte Seibert.

    Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) hatte am vergangenen Freitag mitgeteilt, Deutschland werde von insgesamt 400 unbegleiteten Minderjährigen, die aus Griechenland in andere europäische Länder gebracht werden sollen, 100 bis 150 Jugendliche aufnehmen. Außerdem wolle man in einem zweiten Schritt mit Athen über die Aufnahme von Familien mit Kindern sprechen. Mehrere SPD-Politiker hatten in den vergangenen Tagen erklärt, das sei nicht ausreichend.

    Auf der Insel Lesbos waren am vergangenen Wochenende 300 der 12.000 Migranten in ein neu errichtetes Ersatz-Zeltlager eingezogen. Das heillos überfüllte Lager Moria war in der vergangenen Woche bei mehreren zeitgleichen Bränden  zerstört worden. Die griechischen Behörden gehen von Brandstiftung aus. 

    mka/dpa/gs

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    Tags:
    Deutschland, Griechenland, Migranten