11:16 26 September 2020
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    Joe Biden, Kandidat der Demokraten für die US-Präsidentschaft, liegt laut Umfragen vor Präsident Donald Trump. Nun erhält Biden laut Medien eine Finanzhilfe von über 100 Millionen US-Dollar. Diese kommt vom Medien-Unternehmer und Milliardär Michael Bloomberg. Er war zuvor aus dem Rennen geschieden. Auch Trump will sein Finanzpolster ausbauen.

    Der New Yorker Milliardär, Medien-Unternehmer und früher ebenfalls als US-Präsidentschaftskandidat der Demokraten gehandelte Michael „Mike“ Bloomberg hat an Joe Biden gespendet. Der aktuelle Kandidat der Demokraten erhält von ihm eine „riesige Finanzspritze mit mindestens 100 Millionen US-Dollar“. Das berichteten am Montag internationale Medien, darunter die Deutsche Welle.

    „Das Geld soll gezielt in den Wahlkampf von Joe Biden in Florida fließen“, teilte ein Berater des US-Medienunternehmens Bloomberg mit.

    Der US-Bundesstaat Florida gilt im US-Politiksystem traditionell „als einer der entscheidenden Staaten bei der Präsidentschaftswahl Anfang November. Es ist einer der ‚Swing States‘, in denen die Wähler in den vergangenen Jahrzehnten mal für den Präsidentschaftskandidaten der Republikaner, mal für jenen der Demokraten mehrheitlich gestimmt haben. (…) Vor vier Jahren hatte der Republikaner (und aktuelle US-Präsident, Anm. d. Red.) Donald Trump in Florida gegen seine demokratische Rivalin Hillary Clinton gewonnen, was einer der Bausteine seines Wahltriumphs war.“

    Michael Bloomberg „wird den Präsidentschaftskandidaten Joe Biden im Rennen um den wichtigen Bundesstaat Florida mit einer Finanzspritze von mindestens 100 Millionen Dollar (84 Millionen Euro) unterstützen“, meldete die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ (FAZ) am Montag. Dadurch ermögliche er der Demokratischen Partei, mehr Ressourcen in den Wahlkampf in anderen Bundesstaaten zu stecken. Demnach habe „Florida einen relativ hohen Anteil der Wahlleute, die aufgrund der Ergebnisse in den einzelnen Bundesstaaten letztlich den Präsidenten wählen.“

    Auch Amtsinhaber Trump will finanziell „aufrüsten“

    „Trotz etwaiger Differenzen haben sie (Biden und Bloomberg, Anm. d. Red.) dasselbe Ziel: Eine zweite Amtszeit von US-Präsident Trump soll um jeden Preis verhindert werden.“ So kommentiert n-tv diese aktuellen Meldungen. „Weil der Demokrat Bloomberg nicht mehr selbst eingreifen kann, sichert er seinem Parteifreund Biden offenbar eine hohe Summe im Rennen ums Weiße Haus zu.“

    Trump verspottete auf dem Kurznachrichtendienst Twitter bereits Bloombergs Aus im Rennen um die Präsidentschaftskandidatur. „Ich dachte, Mini Mike wäre mit der Politik der Demokraten fertig“, twitterte der US-Präsident. Der demokratische New Yorker Milliardär soll Medienberichten zufolge aus seinem Privatvermögen fast eine Milliarde Dollar in seinen eigenen, erfolglosen Wahlkampf investiert haben.

    Trump, der laut nationalen US-Umfragen derzeit hinter Biden zurückliegt, hatte ebenfalls vor einigen Tagen angekündigt, möglicherweise gewisse Mittel aus seinem Privatvermögen für die Wahlkampagne ausgeben zu wollen. Die „New York Times“ berichtete kürzlich, dass Trumps Wahlkampfteam „wegen hoher Ausgaben unter Kostendruck“ stehe. Andere US-Medien ergänzen, Trumps Team habe bereits „einen Großteil seiner finanziellen Mittel ausgegeben“.

    Dem widerspricht der US-Präsident. „Wir sind in einer guten finanziellen Lage“, sagte er am vergangenen Dienstag.

    Laut Informationen von Schweizer Medien wie dem SRF, die sich auf Studien des US-Think Tanks „Center for Responsive Politics“ berufen, gab Amtsinhaber Trump 2016 im letzten US-Präsidentschaftswahlkampf „248 Millionen Dollar“ für seine Kampagne aus. Seiner demokratischen Kontrahentin Hillary Clinton standen damals „fast 500 Millionen Dollar“ zur Verfügung.

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    Tags:
    US-Präsidentschaftswahl, Michael Bloomberg, Joe Biden, Donald Trump