16:54 25 September 2020
SNA Radio
    Politik
    Zum Kurzlink
    1121312
    Abonnieren

    Die Präsidenten Russlands und Weißrusslands, Wladimir Putin und Alexander Lukaschenko, haben in Sotschi ein vierstündiges Gespräch geführt, bei dem sie mehrere akute Themen erörtert haben: die Lage in Weißrussland, seine neue Verfassung , der Kauf von russischem Impfstoff Sputnik V und eine mögliche Aggression von außen.

    Putin betonte, die Weißrussen müssten sich ohne Ratschläge und Druck von außen in der aktuellen Situation im Land zurechtfinden:

    „Wir sehen natürlich, wir alle wissen, was in Weißrussland passiert, die internen politischen Ereignisse, die mit diesen Wahlen verbunden sind. Sie kennen unsere Position gut. Wir plädieren dafür, dass sich die Weißrussen selbst, ohne Ratschläge und Druck von außen, in einem ruhigen Regime und im Dialog miteinander in dieser Situation zurechtfinden und eine gemeinsame Entscheidung treffen, wie sie ihre Arbeit weiter ausbauen können“, so Putin.

    Russlands Staatschef bezeichnete Lukaschenkos Vorschlag, die Arbeit an der Verfassung der Republik aufzunehmen, als logisch und zeitgemäß:

    „Wir wissen von Ihrem Vorschlag, die Arbeit an der Verfassung aufzunehmen. Ich denke, das ist logisch, zeitgemäß und zweckmäßig“, sagte Putin.

    Außerdem sagte Putin, Russland bleibe heute der größte Investor für Weißrussland.

    Weißrussland werde auch das erste Land sein, das den russischen Impfstoff gegen das Coronavirus erwerben werde:

    „Wie von unseren Premierministern und dann von den Gesundheitsministern vereinbart wurde, wird Weißrussland das erste Land sein, das unseren antiviralen Impfstoff gegen COVID-19 erhält. Es hat bereits begonnen, an der letzten Phase seines Tests teilzunehmen“, sagte Putin.

    Lukaschenko hat seinerseits angemerkt, Russland und Weißrussland sollten ihre Armeen vorbereiten, um „Gott bewahre, sich einer möglichen externen Aggression zu widersetzen“.

    Ihm zufolge führen die westlichen Länder Übungen durch, „wenn sie wollen“.

    „Deshalb auch, wenn Sie diese These unterstützen (...) werden wir unsere Armeen so vorbereiten, dass wir, Gott bewahre, dem widerstehen können“, sagte Lukaschenko.

    Der weißrussische Präsident Alexander Lukaschenko ist zu Gesprächen mit seinem russischen Amtskollegen Wladimir Putin nach Sotschi gekommen. Laut Informationen aus dem Presseamt des weißrussischen Staatschefs haben beide Präsidenten unter vier Augen beraten.

    sm/sna/gs

    GemeinschaftsstandardsDiskussion
    via Sputnik kommentierenvia Facebook kommentieren

    Zum Thema:

    Bei einer „Nowitschok“-Vergiftung wäre Nawalny nach 10 Minuten tot – Entwickler
    „Manchmal kriegt man das Schiff nicht mehr rum“: Kann Deutschland Corona-Kollaps verhindern?
    Erstmal kollektiv schießen – Was macht die Nato mit der ukrainischen Armee?
    Tags:
    Verfassung, Alexander Lukaschenko, Wladimir Putin, Sotschi, Treffen