06:06 27 Oktober 2020
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    Laut dem russischen Außenminister Sergej Lawrow gibt die Aktivistin der weißrussischen Opposition, Swetlana Tichanowskaja, Erklärungen ab, die eine Vielzahl von Fragen aufwerfen. Dabei sprach Lawrow von einer „Aufforderung zum Verrat“.

    „Tichanowskaja gibt Erklärungen ab, die natürlich eine Vielzahl von Fragen aufwerfen. Sie sagte unter anderem, sie sei besorgt, wenn Russland und Weißrussland enge Beziehungen unterhalten. Neulich erklärte sie, dass sie die Sicherheitskräfte auffordere, für das Gesetz Partei zu ergreifen. Dies ist eine direkte Aufforderung zum Verrat, zum Verrat am Eid und zum Vaterlandsverrat im Großen und Ganzen. Dies ist wahrscheinlich eine Straftat“, sagte Lawrow im Interview mit dem TV-Sender RTVI.

    Diejenigen, die Tichanowskaja dazu veranlassen würden, sollten sich ihrer Verantwortung bewusst sein, hieß es weiter.

    „Daher müssen sich diejenigen, die ihr einen Rahmen für ihre Aktivitäten bieten, und diejenigen, die ihr vorsagen, welche Aussagen zu machen sind, welche Fragen zu stellen sind, ihrer Verantwortung bewusst sein“, betonte der russische Außenminister.

    Proteste nach Urnengang

    Nach den Präsidentschaftswahlen, die zum sechsten Mal vom Amtsinhaber Alexander Lukaschenko gewonnen wurden, begannen am 9. August in ganz Weißrussland massive Proteste der Opposition. Nach Angaben der Wahlkommission (ZIK) hat Lukaschenko 80,1 Prozent der Stimmen erzielt. Die Opposition glaubt jedoch, dass seine Hauptkonkurrentin, Swetlana Tichanowskaja - sie erhielt 10,12 Prozent -, die Wahl gewonnen habe.

    Lukaschenko wirft Ausland Lenkung von Protesten vor

    Zuvor hatte der weißrussische Präsident Alexander Lukaschenko eine Reihe von Staaten aufgezählt, denen er zur Last legt, sich in die innere Lage Weißrusslands einzumischen und Proteste im Inland zu steuern. Die Einmischung komme, so Lukaschenko, aus Polen, Tschechien, Litauen und der Ukraine. Außerdem betonte er, dass sein Staat eins zu eins mit einer Aggression von außen konfrontiert sei, und dankte der russischen Seite für ihre Unterstützung.  

    Auch der russische Auslandsgeheimdienst (SWR) gab bekannt, dass die Vereinigten Staaten eine Schlüsselrolle bei den Ereignissen spielen würden, die nach den Präsidentschaftswahlen in Weißrussland begonnen haben.

    Der Westen habe lange vor den Wahlen mit der Vorbereitung von Protesten begonnen, hieß es. Laut Informationen von SWR haben die  USA im Zeitraum zwischen 2019 und Anfang 2020 über verschiedene NGOs rund 20 Millionen Dollar (knapp 17 Millionen Euro) für die Organisation von Protesten gegen die weißrussische Regierung bereitgestellt.

    pd/mt/sna

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    Tags:
    Landesverrat, Hochverrat, Verrat, Opposition, USA, Westen, Alexander Lukaschenko, Proteste, Weißrussland, Sergej Lawrow