08:01 23 Oktober 2020
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    Das deutsche Gesundheitssystem ist derzeit laut Bundesgesundheitsminister Jens Spahn trotz steigender Corona-Infektionszahlen noch nicht überlastet und kann mit der Situation gut umgehen.

    Mit fast 2300 Neuinfektionen an einem Tag sei der höchste Wert seit April erreicht worden, schrieb Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) am Samstag bei Twitter. „Aktuell kann unser Gesundheitssystem gut mit der Situation umgehen, aber die Dynamik in ganz Europa besorgt“, fügte er hinzu. Er appellierte erneut an die Bürger, Abstand zu halten, Mund-Nase-Schutz zu tragen und die Hygiene-Regeln zu beachten.

    Wie das Robert Koch-Institut (RKI) bekannt gab, hatten die Gesundheitsämter in Deutschland am Freitag 2297 neue Corona-Infektionen registriert. Der Höhepunkt bei den täglich gemeldeten Neuansteckungen hatte Ende März/Anfang April bei mehr als 6000 gelegen. Die Zahl war dann in der Tendenz gesunken und ab Juli wieder gestiegen. Die Zahl der erkannten Neuinfektionen hängt auch davon ab, wie viele Menschen getestet werden.

    Der Bonner Virologe Hendrik Streeck hatte in der vergangenen Woche in einem Interview mit dem „Handelsblatt“ erklärt, Deutschland sei derzeit in der Lage, die Pandemie „vergleichbar gut zu managen“. Er sagte: „Man muss nicht mehr das ganze Land lahmlegen.“

    Deutschland kommt verhältnismäßig gut weg

    Unter Deutschlands Nachbarländern ist derzeit besonders Frankreich stark betroffen. Am Freitagabend meldeten die französischen Gesundheitsbehörden einen neuen Höchstwert von 13.215 Neuinfektionen innerhalb von 24 Stunden.

    Einreisebeschränkungen und Grenzkontrollen wie im Frühjahr plant die Bundesregierung momentan aber nicht. „Wir versuchen, durch geeignete Maßnahmen die Wiedereinführung von Grenzkontrollen zu vermeiden“, sagte der Sprecher des Bundesinnenministeriums, Steve Alter. Ein wichtiger Baustein seien dabei Maßnahmen zur Nachverfolgung und Unterbrechung von Infektionsketten.

    Der im Frühjahr eingerichtete gemeinsame Corona-Krisenstab von Innenministerium und Gesundheitsministerium trifft sich derzeit einmal pro Woche auf Ebene der Staatssekretäre.

    mka/dpa/gs

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    Tags:
    Jens Spahn, Coronavirus, Gesundheitswesen, Deutschland