04:12 29 Oktober 2020
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    Schweden hat Russland und die USA zur Fristverlängerung des Abrüstungsvertrags zur Begrenzung strategischer Atomwaffen (New-START-Vertrag) aufgerufen. Dies teilte der schwedische Ministerpräsident Stefan Löfven bei einer Sitzung der Vollversammlung der Vereinten Nationen im Rahmen der UN-Gipfelwoche mit.

    Zudem rief Schwedens Ministerpräsident China zur Beteiligung an den künftigen Gesprächen in diesem Bereich auf.

    „Wir rufen die USA und Russland dazu auf, sich auf die Verlängerung des New-START-Vertrags zu einigen und rufen auch China zur Beteiligung an Diskussionen über künftige Vereinbarungen auf“, sagte Löfven per Videoschalte.

    Auch der UN-Generalsekretär Antonio Guterres hatte Russland und die USA nachdrücklich aufgerufen, den Verhandlungsprozess zur Fristverlängerung des New-START-Vertrags zu beschleunigen. Guterres zufolge ist die Vertragsverlängerung um volle fünf Jahre eine der dringendsten Prioritäten im Bereich der Abrüstung und internationalen Sicherheit. Die Verlängerung solle sicherstellen, dass nachprüfbare Einschränkungen der zwei größten Nuklerwaffenlager bestehen bleiben.

    New-Start-Vertrag

    Der New-Start-Vertrag – der heute einzig gültige Vertrag zwischen Russland und den USA zur Reduzierung und Begrenzung strategischer Waffen – läuft am 5. Februar 2021 ab. Das Dokument sieht vor, die Nukleararsenale Russlands und der USA auf je 800 Trägersysteme und 1550 einsatzbereite Atomsprengköpfe zu reduzieren.

    Zuvor hatte Russlands Staatschef Wladimir Putin vorgeschlagen, den Vertrag um fünf Jahre ohne Vorbedingungen zu verlängern. Die US-Administration wiederum bestand darauf, China in die Verhandlungen einzubeziehen. Peking lehnte dies jedoch ab.

    ac/mt/sna

     

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    Tags:
    USA, Wladimir Putin, Verlängerung, New-START-Vertrag, China, Russland, Stefan Löfven