16:00 30 Oktober 2020
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    Fall Nawalny: Streit um Vergiftung des Kreml-Kritikers (124)
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    Berlin soll nach Worten eines französischen Politikers Beweise im Fall Alexej Nawalny vorlegen. Berlin sollte auch dem Einsatz russischer Ärzte bei den Ermittlungen zustimmen, sagte Christian Cambon, Leiter des Ausschusses für Außenpolitik, Verteidigung und Sicherheit im französischen Senat, in einem Interview der Moskauer Zeitung "Kommersant".

    Der oppositionelle Blogger Nawalny wurde am 20. August in ein Krankenhaus im sibirischen Omsk gebracht, nachdem er beim Überflug nach Moskau zusammengebrochen war. Örtliche Ärzte diagnostizierten bei Nawalny schwere Stoffwechselstörungen, deren Ursache unklar war. Giftspuren wurden weder im Blut noch im Urin nachgewiesen.

    Mit Nowitschok vergiftet?

    Auf Drängen seiner Familie wurde Nawalny zur weiteren Behandlung in die Berliner Klinik Charité geflogen. Die Bundesregierung teilte unter Berufung auf Bundeswehr-Mediziner mit, dass bei Nawalny Spuren eines Nervengifts aus der Nowitschok-Gruppe festgestellt worden sei. Beweise wurden bislang nicht vorgelegt. Berlin zufolge wurden die Schlussfolgerungen deutscher Experten in Labors in Schweden und Frankreich bestätigt.

    Am 7. September wurde der Blogger aus der Klinik entlassen. Sein Zustand sei zufriedenstellend, hieß es bei der Charité.

    am/gs

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    Forderung, Beweise, Alexej Nawalny, Vorsitzender, Ausschuss, Senat, Frankreich, Russland