15:18 30 Oktober 2020
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    US-Regierung baut Corona-Testkapazität deutlich aus; Regierung plant Ausschankverbot für Alkohol und Bußgeld; Demonstrationen gegen Absetzung von Regionalpräsident; Bundesweite Warnstreiks im Nahverkehr; Nach Gewalttaten in Celle will Polizei Hintergründe ermitteln; Cloud-Störung bei Microsoft

    Sputnik präsentiert Ihnen in Kürze, was in der Nacht zum Dienstag geschehen ist.

    US-Regierung baut Corona-Testkapazität deutlich aus

    Rund fünf Wochen vor der Präsidentschaftswahl in den USA baut die Regierung von Präsident Donald Trump die Testkapazität in der anhaltenden Corona-Pandemie deutlich aus. Trump sagte im Weißen Haus, in den kommenden Wochen werde seine Regierung 150 Millionen Coronavirus-Schnelltests verteilen, die binnen 15 Minuten ein Ergebnis lieferten. In der vergangenen Woche hätten die USA den hundertmillionsten Coronavirus-Test seit Beginn der Pandemie ausgeführt - viel mehr als jedes andere Land, so der Präsident. Trump sagte, 50 Millionen der 150 Millionen neuen Schnelltests sollten bedrohten Bevölkerungsgruppen etwa in Alten- oder Pflegeheimen direkt zugutekommen. 100 Millionen Tests würden den Bundesstaaten zur Verfügung gestellt. Damit sollten Bemühungen unterstützt werden, die Wirtschaft und Schulen in den Bundesstaaten schnellstmöglich wieder zu öffnen und auch offen zu halten.

    Regierung plant Ausschankverbot für Alkohol und Bußgeld

    Im Kampf gegen die Corona-Pandemie will der Bund den Alkoholausschank in besonders betroffenen Regionen unter bestimmten Bedingungen befristet begrenzen lassen. Um Infektionen in der Gastronomie zu minimieren, müssten bei ansteigendem Infektionsgeschehen „zeitlich eingegrenzte Ausschankverbote für Alkohol erlassen werden“, heißt es in dem der Deutschen Presse-Agentur vorliegenden Entwurf der Beschlussvorlage des Bundes für die Beratungen von Kanzlerin Merkel mit der Ministerpräsidentenkonferenz an diesem Dienstag. Der Bund will auch keine weiteren Öffnungsschritte zulassen. Um eine korrekte Kontaktnachverfolgung zu ermöglichen, sollen Ordnungsbehörden Verstöße etwa bei falschen persönlichen Angaben in Restaurants mit einem Mindestbußgeld von 50 Euro belegen können. Feiern in privaten Räumen sollen auf maximal 25 Teilnehmer beschränkt werden. In öffentlichen Räumen soll die Beschränkung bei maximal 50 Personen liegen.

    Demonstrationen gegen Absetzung von Regionalpräsident

    In Katalonien haben Tausende gegen die Absetzung von Regionalpräsident Torra demonstriert. Kundgebungen gab es am späten Abend in mehreren Städten. In Barcelona zogen laut Medienberichten etwa 1000 Menschen in Richtung Regionalparlament. Sie bewarfen Polizisten unter anderem mit Steinen, Feuerwerkskörpern und Schweinsköpfen. Der Oberste Gerichtshof in Madrid hatte zuvor ein Urteil des höchsten Gerichts Kataloniens bestätigt, wonach Torra eineinhalb Jahre lang kein öffentliches Amt ausüben darf. Der Regierungschef strebt die Loslösung Kataloniens von Spanien an. Er hatte sich vor der spanischen Parlamentswahl im April 2019 trotz Anordnung der Behörden geweigert, am Sitz seiner Regierung Symbole der Unabhängigkeitsbewegung zu entfernen.

    Bundesweite Warnstreiks im Nahverkehr

    Busse und Bahnen stehen seit den Morgenstunden in zahlreichen Städten und Regionen still. Betroffen sind zum Beispiel Berlin, Hamburg, die Region Hannover, Magdeburg, Kiel und Erfurt. Auch in München, Konstanz und Freiburg wollen Beschäftigte im öffentlichen Nahverkehr die Arbeit niederlegen. Die Betriebe riefen ihre Kunden auf, heute Morgen auf nicht erforderliche Fahrten zu verzichten und auf andere Verkehrsmittel umzusteigen. In Mecklenburg-Vorpommern sind Schüler mit langem Schulweg wegen des Warnstreiks sogar vom Unterricht befreit, wenn ihr Bus oder ihre Straßenbahn nicht fährt. Verdi hat zu Arbeitsniederlegungen aufgerufen, um einen bundesweiten Tarifvertrag für rund 87.000 Beschäftigte im ÖPNV durchzusetzen. Die Arbeitgeber stünden demnach einer solchen einheitlichen Regelung bislang ablehnend gegenüber. Die Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände lehnt eigenen Angaben zufolge die Aufnahme von bundesweiten Verhandlungen bei gleichzeitigen Tarifrunden auf Landesebene ab.

    Nach Gewalttaten in Celle will Polizei Hintergründe ermitteln

    Nach zwei Gewalttaten im niedersächsischen Celle will die Polizei heute die Hintergründe der Taten aufdecken. Die Ermittlungen gingen weiter, sagte ein Polizei-Sprecher am frühen Morgen auf dpa-Nachfrage. Am Montagabend war ein Mann nach einer Attacke ums Leben gekommen, fast zeitgleich in einem anderen Stadtteil ein weiterer bei einem Angriff schwer verletzt worden. Die Polizei nahm zwei Verdächtige fest. Terror schloss sie aus. Einiges wies laut Polizei darauf hin, dass die beiden Taten nicht in einem Zusammenhang standen.

    Cloud-Störung bei Microsoft

    Der Software-Riese Microsoft hat in der Nacht mit einer Störung bei seinen Cloud-Diensten zu kämpfen gehabt. Unter anderem waren die Online-Versionen seiner Office-Programme im Dienst nicht erreichbar, wie der Konzern auf einer Statusseite mitteilte. Von den Problemen betroffen waren auch einige Kunden der Cloud-Plattform Azure. Erst in der Nacht zum Freitag waren auch die Cloud-Dienste von Google zeitweise gestört gewesen. Nutzer beklagten sich im Netz unter anderem über Probleme beim Speicherdienst Google Cloud, der Fotoplattform Google Photos und dem Videochat-Angebot Google Meet. Ursache sei der Ausfall einer Gruppe von Servern gewesen, teilte der Konzern mit.

    mk/ae

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    Tags:
    Warnstreik, Polizei, Coronavirus, Deutschland, USA