01:12 30 Oktober 2020
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    Griechenlands Regierungschef Kyriakos Mitsotakis und US-Außenminister Mike Pompeo haben am Dienstag die Lage im östlichen Mittelmeerraum und aggressive Handlungen der Türkei erörtert. Nach der Unterredung, die im US-Marinestützpunkt Souda auf Kreta stattfand, gaben die beiden Politiker Erklärungen ab.

    Mitsotakis zufolge unterstützt Pompeo die Position Griechenlands. Bei den Verhandlungen seien Probleme der Sicherheit im östlichen Mittelmeerraum diskutiert worden, der in letzter Zeit mit provokatorischen Handlungen der Türkei konfrontiert sei.

    Destabilisierende Handldungen auch vor Zypern
    „Ankara setzt derartige Handlungen auch in Gewässern Zyperns fort, wovon sich der State Secretary während seines jüngsten Besuchs des Inselstaates überzeugen konnte“, sagte Mitsotakis.

    Dabei erinnerte der griechische Ministerpräsident an die jüngste Erklärung des US-Außenministeriums, in der auf die Unzulässigkeit einseitiger Handlungen hingewiesen werde.

    Nationale Interessen schützen

    „Griechenland kann auf all diese Provokationen nur mit dem Schutz seiner nationalen Interessen antworten. Diese Antwort geht mit Initiativen guter Nachbarschaft einher wie unseren jüngsten Abkommen mit Italien und Ägypten über (die Abgrenzung von) Meereszonen (…) Es geht um eine Politik, die von fast allen unseren Nachbarn und Verbündeten unterstützt wird – Zypern, Frankreich, Israel, Ägypten und die EU, die die Beziehungen zur Türkei beim bevorstehenden Gipfeltreffen unter die Lupe nehmen wird“, so Mitsotakis weiter.

    Spannungen in der Region in niemandes Interesse

    Da frühere Feinde wie Israel, die Vereinigten Arabischen Emirate und Bahrain zu Freunden würden, dürfe es in der Region keine neuen Bedrohungen geben. Er und Herr Pompeo seien sich darüber einig, dass Spannungen zwischen zwei Nato-Ländern in niemandes Interesse lägen und alle Bestrebungen nach einem Dialog von vornherein torpedierten, sagte der griechische Premier.

    Er informierte ferner über die Bereitschaft Griechenlands zu „sondierenden Kontakten“ zur Türkei und äußerte sich optimistisch zu den diplomatischen Instrumenten der Beilegung des Konflikts.

    Umstrittene Seegrenze bei Kastelorizo

    Wegen der Pläne Ankaras, mit der Suche nach Öl und Gas im Raum der Insel Kastelorizo zu beginnen, hatte die griechische Militärführung Ende Juli dieses Jahres die Streitkräfte in erhöhte Bereitschaft versetzt. Die Insel Kastelorizo ist zwischen beiden Ländern umstritten, denn in diesem Raum soll die Grenze der ausschließlichen Wirtschaftszonen verlaufen, auf die sich Athen und Ankara nicht einigen können.

    am/gs

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    Beschwerde, Treffen, Mike Pompeo, Kyriakos Mitsotakis, USA, Türkei, Griechenland