06:15 27 Oktober 2020
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    Erstes TV-Duell zwischen Trump und Biden; Keine Kapazität für Kontrolle von Reiserückkehrern; Britisches Parlament stimmt Brexit-Änderungen zu; 28.000 Jobs in den USA bei Disney weg; 25-Jähriger bei Polizeieinsatz durch Schüsse verletzt; Abreisen und Stornierungen nach Reisewarnung für Tirol

    Sputnik präsentiert Ihnen in Kürze, was in der Nacht zum Mittwoch geschehen ist.

    Erstes TV-Duell zwischen Trump und Biden

    Fünf Wochen vor der Präsidentenwahl in den USA haben sich Amtsinhaber Trump und sein demokratischer Herausforderer Biden erstmals einen direkten Schlagabtausch im Fernsehen geliefert. Die Debatte prägten heftige Wortgefechte. Eines der Themen war die Corona-Pandemie. Angesichts von 200.000 Toten in den USA warf Biden dem Präsidenten vor, sich völlig unverantwortlich verhalten und tausende Menschenleben gefährdet zu haben. Trump entgegnete seinem Herausforderer, in der Frühphase der Pandemie gegen ein Einreiseverbot von und nach China gewesen zu sein. Zudem verweigerte Trump seinem Herausforderer die Zusage, das Ergebnis der Präsidentschaftswahl anzuerkennen - unabhängig vom Ausgang. Trump sprach erneut von angeblichem massivem Betrug bei den Briefwahlen. Wörtlich sagte der Präsident: „Sie schummeln“. Biden hingegen erklärte, er werde das Wahlergebnis akzeptieren. Die erste Fernsehdebatte vor der Präsidentschaftswahl in den USA hat eine große Mehrheit der Amerikaner vor allem als anstrengend empfunden. In einer Blitzumfrage des Senders CBS sah eine knappe Mehrheit den demokratischen Herausforderer Joe Bilden als Sieger im Schlagabtausch mit Präsident Donald Trump.

    Keine Kapazität für Kontrolle von Reiserückkehrern

    Die Gewerkschaft der Polizei hat vor großen Problemen bei der Durchsetzung der Quarantäne-Auflagen für Reiserückkehrer gewarnt, die aus Corona-Risikogebieten des Schengen-Raums an deutschen Flughäfen ankommen. Derzeit habe die Bundespolizei weder die personelle Kapazität noch die ausreichende Infrastruktur an den Flughäfen, um diese Passagiere zu überprüfen, sagte der GdP-Vizevorsitzende Sven Hüber der Düsseldorfer „Rheinischen Post“.

    Britisches Parlament stimmt Brexit-Änderungen zu

    Das britische Unterhaus hat für das umstrittene Binnenmarktgesetz gestimmt, mit dem Großbritannien Teile des gültigen Brexit-Deals mit der EU aushebeln will. Premier Johnson brachte das Gesetz mit einer klaren Mehrheit durch das Parlament. Nun muss es noch das Oberhaus passieren. Dort dürfte die Debatte bis Anfang Dezember dauern. Das Gesetz soll der Regierung in London die Möglichkeit geben, die festgeschriebene Regelung auszuhebeln, nach der im britischen Nordirland auch künftig EU-Zoll-Vorgaben gelten sollen. Die EU spricht von einer Verletzung des Brexit-Vertrags und hat mit juristischen Schritten gedroht.

    28.000 Jobs in den USA bei Disney weg

    Wegen der Auswirkungen der Corona-Pandemie auf sein Geschäft streicht der US-Medien Konzern Disney 28.000 Jobs in den USA. Betroffen seien unter anderem Mitarbeiter in Freizeitparks und auf Kreuzfahrtschiffen. Die Entscheidung sei durch die anhaltenden Auswirkungen von Covid-19 auf das Geschäft notwendig geworden, erklärte der Konzern weiter. Hinzu komme die Ungewissheit über die Dauer der Pandemie. Von den durch den Stellenabbau betroffenen Mitarbeitern arbeiten den Angaben zufolge etwa zwei Drittel in Teilzeit.

    25-Jähriger bei Polizeieinsatz durch Schüsse verletzt

    Bei einem Einsatz von Spezialkräften der Polizei ist ein 25-Jähriger durch Schüsse verletzt worden. Wie die Polizei in Erfurt heute mitteilte, war er mit einer Axt auf Beamte losgegangen, die den Angaben zufolge für eine Anzeige wegen häuslicher Gewalt dessen Personalien feststellen wollten. Auch eine Verhandlungsgruppe des Landeskriminalamtes wurde eingesetzt. Als der 25-Jährige die Axt dennoch nicht habe weglegen wollen, sei der Zugriff erfolgt, wie es hieß. Zu der Tat kam es in Lengfeld im Süd-Westen von Thüringen. Der Mann wurde in ein Krankenhaus gebracht und dessen Zustand als stabil bezeichnet. Eine Frau aus Lengfeld hatte die Polizei gerufen, die laut den Beamten bei Streitigkeiten mit dem 25-Jährigen leicht verletzt wurde. Dieser hatte sich daraufhin in dem Haus, für das er Hausverbot hatte, verbarrikadiert. Als sich die Beamten gewaltsam Zutritt zu dem Raum verschafften, waren sie von dem Mann mit der Axt empfangen worden.

    Abreisen und Stornierungen nach Reisewarnung für Tirol

    Abreisen und Stornierungen deutscher Urlauber machen dem Westen Österreichs große Sorgen. Die Reisewarnungen, die Deutschland vor einer Woche erst für das Bundesland Vorarlberg und dann für Tirol ausgesprochen hat, zeigten sofort Auswirkungen - Wirtschaftsvertreter warnen vor Existenznöten. Man brauche dringend den deutschen Markt. Ein Tourismus mit Reisewarnung werde nicht stattfinden können, sagte der Tourismusvertreter in der Tiroler Wirtschaftskammer, Mario Gerber, der Deutschen Presse-Agentur. In sämtlichen Destinationen seien Abreisen da, in allen Betrieben, überall, sagte Vorarlbergs WKÖ-Tourismussprecher Markus Kegele. Es gebe viele Orte, die haben null Infizierte, und trotzdem reisen die Gäste ab. Das sei eigentlich der Schaden.

    mk/ae

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    Tags:
    TV-Duell, Brexit, Coronavirus, USA, Deutschland