06:22 22 Oktober 2020
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    Heute vor fünf Jahren hat Russland militärisch in Syrien eingegriffen. Rückblickend erinnert sich Verteidigungsminister Sergej Schoigu  nun in einem Zeitungsartikel, wie der erste russische Kampfeinsatz weit weg vom eigenen Hoheitsgebiet seit Jahrzehnten vorbereitet worden war und was in den vergangenen Jahren erreicht wurde.

    Die russische Luftwaffe flog am 30. September 2015 erste Angriffe auf die Terroristen des „Islamischen Staates“ (IS, Daesh)* und der al-Nusra-Front * in Syrien, die militärische Operation begann auf offizielle Bitte des syrischen Präsidenten, Baschar al Assad.

    „Zu Beginn der Operation waren auf dem Luftwaffenstützpunkt Hmeimim heimlich eine Truppengruppe aus 34 modernen und modernisierten Flugzeugen und 16 Hubschraubern gebildet sowie Kampfeinheiten, Logistik-, Sicherheits- und Spezialeinheiten konzentriert worden“, schreibt Schoigu in der Zeitung „Krasnaja Swesda“.

    „Erstmals in der gesamten jüngsten Geschichte Russlands wurden die Streitkräfte unseres Landes auf einem so weit entfernten Kriegsschauplatz eingesetzt.“

    Mit „beispiellosen Tarnmaßnahmen“ seien Dutzende Militär- und Spezialfahrzeuge, Hunderte Soldaten sowie große Mengen an Material über mehr als 2500 Kilometer verlegt worden. Gleichzeitig seien allen Kommandoorganen der syrischen Armee bis auf das Bataillonsniveau russische Militärberater zugeteilt worden.

    „Das Erscheinen einer derart schlagfertigen Formation in einer so großen Entfernung vom russischen Territorium, von den Hauptstützpunkten von Armee und Marine, war für viele eine Überraschung.“

    133.000 Kämpfer getötet

    In den letzten fünf Jahren wurden laut Schoigu mehr als 130.000 Kämpfer, darunter 865 Bandenanführer, durch russische Luftangriffe getötet. „133.542 Terrorobjekte, darunter 400 illegale Raffinerien und 4100 Tankwagen, wurden vernichtet.“

    Etwa 90 Prozent aller russischen Kampfpiloten und 60 Prozent der Matrosen haben in Syrien Kampferfahrungen gesammelt. Aufgrund der Einsatzerfahrungen habe das Verteidigungsministerium zusätzliche Mengen der Kampfjets Su-34 und Su-30SM und der Hubschrauber Mi-28N und Ka-52 beschaffen.

    Als Ergebnis habe die internationale Terrororganisation ‚Islamischer Staat’ aufgehört zu existieren. „Kein einziger Terrorist drang nach Russland vor.“

    Damit sei die Aufgabe, die Russlands Präsident und Oberster Befehlshaber Wladimir Putin vor fünf Jahren gestellt hatte, „vollständig erfüllt“, schreibt Schoigu. Nach seiner Einschätzung war die russische Syrien-Mission „die richtige, wenn nicht die einzig mögliche“ Entscheidung.

    leo/ae

    * Beides Terrororganisationen, in Deutschland und Russland verboten

     

     

     

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    Tags:
    Bilanz, Sergej Schoigu, Operation, Luftwaffe, Angriff, Einsatz, Syrien, Russland