08:47 27 Oktober 2020
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    Im Kaukasus dauern die Kämpfe zwischen Armenien und Aserbaidschan um die Region Bergkarabach weiter an. Das aserbaidschanische Militär behauptet, ein Luftabwehr-Raketensystem der armenischen Streitkräfte im Konfliktgebiet zerstört zu haben. Armenien bestreitet das.

    „Bei Gefechten in Schuschakend, Rayon Choschawend, wurde gestern ein Flugabwehr-Raketensystem S-300 des Feindes außer Gefecht gesetzt“, erfuhr Sputnik am Mittwoch aus dem Presseamt des Verteidigungsministeriums in Baku.

    Armenien wies diese Angaben umgehend zurück. „Diese Information ist nicht wahr“, sagte der Pressesprecher des armenischen Verteidigungsministeriums, Arzrun Owannissjan.

    Aserbaidschanische Soldaten im Bergkarabach-Konflikt
    © Sputnik / Verteidigungsministerium Aserbaidschans

    Nach Angaben des aserbaidschanischen Militärs hatte Armenien zuvor S-300-Systeme von der Hauptstadt Jerewan nach Bergkarabach verlegt und am heutigen Mittwoch die Stadt Terter unter Artilleriefeuer gesetzt.

    „Seit 08.00 Uhr (06:00 MESZ) beschießt die armenische Artillerie am 30. September die Stadt Terter. Laut vorläufigen Angaben gibt es Verletzte, die zivile Infrastruktur wurde beschädigt“, teilte das armenische Verteidigungsministerium mit.

    Schwere Kämpfe zwischen Armenien und Aserbaidschan waren am vergangenen Wochenende ausgebrochen. Beide Ex-Sowjetrepubliken geben sich gegenseitig die Schuld für die Eskalation des seit Sowjetzeiten schwellenden Konfliktes. Das mehrheitlich von Armeniern bewohnte Bergkarabach hatte 1988, drei Jahre vor dem Zusammenbruch der Sowjetunion, seinen Austritt aus Aserbaidschan (damals Aserbaidschanische Sowjetrepublik) verkündet.

    Im Zuge des 1992 begonnenen bewaffneten Konfliktes verlor Aserbaidschan die Kontrolle über Bergkarabach und sieben weitere Gebiete. In dem nun erneut entflammten Konflikt hat die Türkei Aserbaidschan Beistand zugesichert.

    leo/sna/ae

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    Tags:
    Gefechte, S-300, Bergkarabach-Konflikt, Krieg, Aserbaidschan, Armenien