03:22 29 Oktober 2020
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    Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow hat zum 30. Jahrestag der Deutschen Einheit im Interview der „Welt“ die Ostdeutschen zu mehr Selbstbewusstsein aufgefordert.

    Ramelow sagte: „Ich finde, sie könnten lauter, kraftvoller und selbstbewusster sein.“ Ferner betonte er:

    „Wenn ein Wessi einen Raum betritt, beansprucht er den oft automatisch für sich. Ossis sind oft noch kleinlauter.“

    9. November statt 3. Oktober

    Anstatt des 3. Oktober hätte er sich den 9. November als Gedenk- und Feiertag gewünscht, so der Linke-Politiker.

    „Es gibt keinen ambivalenteren Tag in der deutschen Geschichte.“

    Ramelow kam nach dem Mauerfall aus dem Westen als Gewerkschafter nach Ostdeutschland. Dies sei für ihn „vor allem eine Chance“ gewesen, sagte er weiter. „Ich bin ein Übersetzer. Ich habe gelernt, zuzuhören und mich in beiden Welten zu bewegen.“

    Die Erfahrungen nach 1990 hätten ihn verändert. Viele Menschen hätten sich damals trotz Widrigkeiten und Knüppeln zwischen den Beinen selbstständig gemacht. Das seien Heldengeschichten, so Ramelow.

    An diesem Samstag jährt sich die Vereinigung der westdeutschen Bundesrepublik Deutschland und der ostdeutschen Deutschen Demokratischen Republik zum 30. Mal.

    ak/dpa/sb

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    Tags:
    Ostdeutsche, Bodo Ramelow, Interview, Einheit, Deutschland