08:18 23 Oktober 2020
SNA Radio
    Politik
    Zum Kurzlink
    1364
    Abonnieren

    Angesichts des eskalierenden Konflikts in Bergkarabach bleibt Russland laut seinem Außenminister Sergej Lawrow mit der Türkei und dem Iran in Kontakt.

    „Wenn wir über Karabach sprechen, sind wir in Kontakt mit der armenischen Seite, mit der aserbaidschanischen, mit der Türkei und dem Iran als Nachbarn“, sagte Lawrow am Montag bei einem Treffen mit Vertretern der Association of European Business.    

    Zudem teilte der russische Chefdiplomat mit, dass die Außenminister Russlands, Frankreichs und der USA eine Erklärung zum Bergkarabach-Konflikt vorbereiteten.  

    „Die drei Co-Vorsitzenden (der Minsker OSZE-Gruppe – Anm. d. Red.), vertreten durch die Präsidenten Russlands, Frankreichs und der USA, haben eine starke Erklärung abgegeben. Jetzt bereiten wir eine Erklärung der Außenminister der drei Länder vor“, sagte er.  

    Die Staatschefs Russlands, der USA und Frankreichs – Co-Vorsitzende der Minsker OSZE-Gruppe für Bergkarabach – riefen die Konfliktparteien zur unverzüglichen Einstellung der Kampfhandlungen auf. Die Präsidenten Wladimir Putin, Donald Trump und Emmanuel Macron verurteilten die Eskalation und sprachen den Familien der Toten und Verletzten ihr Beileid aus.

    Situation um Bergkarabach spitzt sich zu

    Am 27. September hat das aserbaidschanische Verteidigungsministerium mitgeteilt, dass die armenischen Streitkräfte Ortschaften an der Berührungslinie in Karabach beschossen hätten. Nach den Angaben gibt es Tote unter Zivilisten und Soldaten.

    Laut einer Erklärung des armenischen Verteidigungsministeriums war „Karabach Luft- und Raketenangriffen ausgesetzt“.

    Wie es in Eriwan hieß, hat Baku eine Offensive in Richtung Karabach gestartet. Nach Angaben aus der nicht anerkannten Republik Bergkarabach wurden friedliche Siedlungen, darunter die Hauptstadt Stepanakert, unter Artilleriebeschuss genommen. In Armenien wurden inzwischen der Kriegszustand und eine allgemeine Mobilmachung ausgerufen.

    Der Präsident von Aserbaidschan, Ilcham Alijew, verhängte eine Ausgangssperre im Land. Zudem kündigte er eine teilweise Mobilmachung sowie den Kriegszustand in einer Reihe von Städten und Regionen an.

    Die internationale Gemeinschaft forderte die Konfliktparteien dazu auf, Zurückhaltung zu zeigen. Die Türkei erklärte dagegen, sie werde Aserbaidschan jede Unterstützung gewähren, um die Baku bitten werde, einschließlich einer militärischen.

    ns/sna/gs  

    GemeinschaftsstandardsDiskussion
    via Sputnik kommentierenvia Facebook kommentieren

    Zum Thema:

    „New York Post”-Enthüllungen – Stoppt „Ukraine-Gate“ Joe Biden auf der Zielgeraden?
    Putin spricht erstmals über Nawalny
    Putin über Länder mit „importierter Demokratie“: Ihre Anführer nichts weiter als Vasallen
    Tags:
    Aserbaidschan, Armenien, Recep Tayyip Erdogan, Emmanuel Macron, Wladimir Putin, Frankreich, Iran, Türkei, Sergej Lawrow, Bergkarabach-Konflikt