06:03 27 Oktober 2020
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    Trump zurück im Weißen Haus; Innerdeutsche Corona-Reiseverbote nicht umsetzbar; Kanzler Kurz negativ getestet; Irland verschärft Corona-Maßnahmen; Oberbürgermeister von Suhl gegen weitere Flüchtlingsaufnahme; Verdächtiger am Amsterdamer Flughafen angeschossen

    Sputnik präsentiert Ihnen in Kürze, was in der Nacht zum Dienstag geschehen ist.

    Trump zurück im Weißen Haus

    US-Präsident Donald Trump ist nach einer dreitägigen Krankenhaus-Behandlung wegen seiner Covid-Erkrankung ins Weiße Haus zurückgekehrt. Trump inszenierte seine Ankunft am Montagabend als Demonstration von Stärke: Er stieg die Treppe zum Balkon auf der Südseite seiner Residenz hoch, nahm dort die Gesichtsmaske ab und salutierte dem Piloten seines abfliegenden Hubschraubers. Danach nahm der Präsident ein Video auf, in dem er seine Landsleute aufrief, keine Angst vor dem Virus zu haben. Trump war in der Klinik unter anderem mit einem noch experimentellen Antikörper-Mittel behandelt worden. Nach Einschätzung des renommierten Epidemiologen Anthony Fauci könnte dies entscheidend zu einer schnellen Verbesserung von Trumps Gesundheitszustand beigetragen haben.

    Innerdeutsche Corona-Reiseverbote nicht umsetzbar

    Niedersachsens Gesundheitsministerin Carola Reimann hält Schleswig-Holsteins Quarantäne-Pflicht für Einreisende aus mehreren Berliner Bezirken und anderen deutschen Städten mit hohen Corona-Infektionszahlen für überzogen. In ihrem Land werde derzeit nicht an ein Übernachtungsverbot für Menschen aus innerdeutschen Risikogebieten gedacht, sagte die SPD-Politikerin der „Neuen Osnabrücker Zeitung“. Entsprechende Regelungen innerhalb des Bundesgebietes seien aus Sicht der niedersächsischen Landesregierung auch praktisch nicht umsetz- oder gar kontrollierbar.

    Kanzler Kurz negativ getestet

    Nach der Entdeckung eines Corona-Falls im engen Umfeld von Österreichs Kanzler Sebastian Kurz sind der Regierungschef und seine Kabinettskollegen negativ auf das Virus getestet worden. Sie bekamen das Testergebnis in der Nacht, wie die österreichische Nachrichtenagentur APA berichtete. Zuvor hatten die Regierungsmitglieder am Montag vorsichtshalber alle Termine abgesagt. Kurz und Vizekanzler Werner Kogler waren am Mittwoch vergangener Woche bei einer Kabinettssitzung letztmals mit dem später positiv getesteten Mitarbeiter in Kontakt gewesen.

    Irland verschärft Corona-Maßnahmen

    Angesichts neuer Infektionen hat die irische Regierung die Maßnahmen zur Eindämmung des Virus wieder verschärft. Landesweit dürften Restaurants und Pubs ab sofort keine Gäste mehr in Innenräumen bedienen, sagte Premierminister Micheal Martin in einer Fernsehansprache. Bereits geplante Veranstaltungen würden abgesagt. Zudem seien die Bürger aufgerufen, keine Inlandsreisen zu unternehmen. Angestellte sollten nur dann nicht von zu Hause arbeiten, wenn sie am Arbeitsplatz dringend benötigt würden. Auch Gottesdienste müssten wieder online stattfinden.

    Oberbürgermeister von Suhl gegen weitere Flüchtlingsaufnahme

    Der Suhler Oberbürgermeister André Knapp hat sich gegen die Aufnahme weiterer Flüchtlinge in der thüringischen Stadt ausgesprochen und vor einer Überforderung der Einwohner gewarnt. Aus den Erfahrungen der letzten Wochen sehe er nicht, dass die Einrichtung in Suhl dauerhaft noch mehr Asylsuchende aufnehmen sollte und könne, erklärte Knapp auf Anfrage von Focus Online. In Suhl befindet sich die Erstaufnahmeeinrichtung für Asylbewerber in Thüringen. Rund 600 Menschen sind momentan dort untergebracht. Die rot-rot-grüne Landesregierung hatte unlängst angekündigt, 500 weitere Flüchtlinge aufnehmen zu wollen und die Pläne nach dem Großbrand im griechischen Flüchtlingslager Moria bekräftigt. Thüringer CDU-Politiker lehnen dies ab unter anderem mit Verweis auf die konfliktträchtigen Zustände in der Suhler Erstaufnahmeeinrichtung. In der Flüchtlingsunterkunft ist die Kriminalitätsbelastung in den vergangenen Monaten sehr stark angestiegen. Allein von Januar 2020 bis Mitte Mai 2020 registrierte die Suhler Polizei mehr als 200 Straftaten, bei denen die Tatverdächtigen Bewohner des Heims waren.

    Verdächtiger am Amsterdamer Flughafen angeschossen

    Polizisten haben auf dem Amsterdamer Großflughafen Schiphol einen mit einem Messer bewaffneten Mann angeschossen. Der Verdächtige habe zuvor mehrfach Anweisungen der Sicherheitskräfte ignoriert, das Messer niederzulegen, teilte die niederländische Gendarmerie mit. Zur Art der Verletzung hieß es nur, dem Mann sei ins Bein geschossen worden, er werde medizinisch behandelt. Der Vorfall ereignete sich demnach in der Abflughalle. Die Situation sei unter Kontrolle, hieß es. Später sei ein zweiter Mann festgenommen worden, der mit dem Verdächtigen gesehen worden sei. Die Polizei sprach von einer unklaren Motivlage.

    mk/ae

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    Tags:
    Coronavirus, Sebastian Kurz, Österreich, Donald Trump, USA