08:49 27 Oktober 2020
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    US-Präsident Donald Trump ist am Montagabend nach einer dreitägigen Behandlung wegen seiner Covid-Erkrankung aus dem Walt-Reeder-Krankenhaus im Vorort von Washington entlassen worden und per Hubschrauber ins Weiße Haus zurückgekehrt. Etwa 200 seiner Anhänger jubelten vor dem Krankenhaus.

    „Wir sind gekommen, um unseren Präsidenten zu unterstützen“, sagte einer seiner Fans, der eine sechs auf drei Meter große Flagge mit der Anschrift „Trump“ mit dabei hatte. 

    Nach der Ankunft in seiner Residenz nahm Trump ein Video auf, in dem er seine Landsleute aufrief, keine Angst vor dem Virus zu haben.

    „Lasst es nicht Euer Leben beherrschen. Habt keine Angst davor“, sagte Trump auf dem Balkon des Weißen Hauses. 

    Zuvor hatte der US-Präsident bei Twitter geschrieben, er fühle sich besser als vor 20 Jahren. „Es ging mir nicht so gut“, sagte er dann im Video zu seiner Erkrankung. „Aber vor zwei Tagen fühlte ich mich wieder großartig, besser als ich mich seit langem gefühlt habe.“ Vielleicht sei er jetzt immun gegen das Coronavirus, mutmaßte der Präsident.

    ​Trump war in der Klinik unter anderem mit einem noch experimentellen Antikörper-Mittel behandelt worden. Nach Einschätzung des renommierten Epidemiologen Anthony Fauci könnte dies entscheidend zu einer schnellen Verbesserung von Trumps Gesundheitszustand beigetragen haben. „Ich habe einen starken Verdacht, dass ihm das geholfen hat“, sagte Fauci im Nachrichtensender CNN. Das Mittel war von der Biotech-Firma Regeneron auf Anfrage der Präsidenten-Ärzte bereitgestellt worden. Es wird für gewöhnliche Patienten noch lange nicht verfügbar sein.

    ​Leibarzt gibt noch keine Entwarnung 

    Sein Leibarzt Sean Conley gab zwar zu bedenken, dass Trump „noch nicht über den Berg“ sei. Zugleich betonte er aber, dass der Präsident im Weißen Haus rund um die Uhr die beste medizinische Versorgung bekommen werde. Er benötige nichts, wofür er im Krankenhaus bleiben müsse. Conley könne voraussichtlich aber erst kommende Woche Entwarnung für den Krankheitsverlauf geben.

    „Wenn wir durch das Wochenende bis zum Montag kommen und sein Zustand genauso bleibt oder sich verbessert, dann können wir alle schließlich erleichtert aufatmen“, so Trumps Leibarzt.

    Für Wahlkampf bereit 

    In vier Wochen steht in den USA die Präsidentenwahl an. Trump kündigte am Montagabend auf Twitter an, er werde seinen wegen der Erkrankung ausgesetzten Wahlkampf bald wieder aufnehmen. Er plane auch weiterhin, an der zweiten TV-Debatte mit Herausforderer Joe Biden am 15. Oktober teilzunehmen, berichtete ein Sprecher von Trumps Wahlkampfteam dem TV-Sender Fox News.

    In den USA sind bisher mehr als 210.000 Menschen nach einer Corona-Infektion gestorben. Trump, der sich am 3. November eine zweite Amtszeit sichern will, werden schwere Versäumnisse im Umgang mit der Pandemie vorgeworfen. In den vergangenen Wochen hielt er Wahlkampfauftritte mit Tausenden Anhängern ab. Dabei trug er selbst in der Öffentlichkeit oft keine Maske. Nach einer Veranstaltung im Weißen Haus am 26. September wurden mehrere Teilnehmer positiv getestet. Am Montag gab auch Trumps Sprecherin Kayleigh McEnany ihre Infektion bekannt.

    Auch nach seiner Entlassung aus dem Krankenhaus, als er vor Journalisten und Kameraleuten im Weißen Haus stand, nahm er die Gesichtsmaske ab, obwohl er immer noch ansteckend sein dürfte. 

    om/ae/sna/dpa

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    Tags:
    Behandlung, Coronavirus, Gesundheitszustand, Krankenhaus, Entlassung, Donald Trump