06:29 20 Oktober 2020
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    Keine TV-Debatte, wenn Trump noch Covid hat; Berliner Senat beschließt Sperrstunde und neue Kontaktbeschränkungen; Transporter kracht in Lkw - fünf Tote auf A1; Über 2000 Verstöße gegen Maßnahmen in Meck-Pomm; Digitalisierung der Gesundheitsämter läuft nur schleppend; Warnstreiks legen Nahverkehr in Niedersachsen und Bremen lahm

    Sputnik präsentiert Ihnen in Kürze, was in der Nacht zum Mittwoch geschehen ist.

    Keine TV-Debatte, wenn Trump noch Covid hat

    US-Präsidentschaftskandidat Joe Biden will nur an einem weiteren Fernsehduell mit Präsident Donald Trump teilnehmen, wenn sein Rivale dann nicht mehr mit dem Coronavirus infiziert ist. Er freue sich darauf, mit ihm diskutieren zu können, aber er hoffe einfach, dass alle Vorschriften eingehalten würden, sagte Biden vor Journalisten. Wenn er immer noch Covid habe, sollte man keine Debatte haben, fügte der frühere Vizepräsident hinzu. Die Richtlinien der US-Gesundheitsbehörde CDC sehen für Corona-Infizierte eine häusliche Quarantäne von mindestens zehn Tagen ab Symptombeginn vor. Beim einem schweren Krankheitsverlauf sollen Infizierte sogar 20 Tage zu Hause bleiben. Obwohl der US-Präsident nach wie vor ansteckend sein dürfte, will er möglichst schnell den Wahlkampf wieder aufnehmen. Auch an dem für kommende Woche geplanten zweiten Fernsehduell mit Biden will Trump festhalten.

    Berliner Senat beschließt Sperrstunde und neue Kontaktbeschränkungen

    Wegen des Anstiegs der Corona-Infektionen gelten in Berlin bald eine nächtliche Sperrstunde und strengere Kontaktverbote für drinnen und draußen: Die meisten Geschäfte sowie alle Restaurants und Bars müssen von 23.00 Uhr bis 06.00 Uhr schließen. Das beschloss der Senat. Ausnahmen sind demnach etwa für Apotheken oder Tankstellen geplant, letztere dürfen in der Nacht aber keinen Alkohol mehr verkaufen. Im Freien dürfen sich von 23.00 Uhr bis 06.00 Uhr nur noch fünf Personen oder Menschen aus zwei Haushalten versammeln, wie der Senat weiter beschloss. An privaten Feiern in geschlossenen Räumen dürfen nur noch maximal 10 statt bisher 25 Personen teilnehmen.

    Transporter kracht in Lkw - fünf Tote auf A1

    Mitten in der Nacht ist es zu einem schweren Verkehrsunfall mit fünf Toten auf der Autobahn 1 im Kreis Oldenburg gekommen. Ein in Richtung Osnabrück fahrender Transporter sei zwischen Wildeshausen-Nord und Wildeshausen-West auf einen Sattelzug aufgefahren und unter den Lastwagen geraten, sagte ein Sprecher der niedersächsischen Polizei. Fünf Insassen des Transporters mit polnischem Kennzeichen seien ums Leben gekommen. Es seien keine Bremsspuren zu sehen gewesen, sagte ein Sprecher der Feuerwehr Wildeshausen. Vermutlich sei der Transporter also ungebremst auf den Lastwagen aufgefahren.

    Über 2000 Verstöße gegen Maßnahmen in Meck-Pomm

    Seit Beginn der Pandemie sind in Mecklenburg-Vorpommern mehr als 2000 Verstöße gegen die staatlichen Corona-Auflagen registriert worden. Das ergab eine Umfrage der Deutschen Presse-Agentur bei den Landkreisen und kreisfreien Städten. So wurden etwa im Landkreis Vorpommern-Rügen insgesamt rund 1000 Ordnungs- und Bußgelder verhängt. Der Landkreis Nordwestmecklenburg berichtete von etwa 350 Anzeigen. Ein Großteil sei auf Kontakt- und Einreiseverbote zurückzuführen.

    Digitalisierung der Gesundheitsämter läuft nur schleppend

    Eine Digitalisierungsoffensive der Bundesregierung für die 375 Gesundheitsämter in der Corona-Krise kommt einem Bericht zufolge nur schleppend voran. Wie die Zeitungen der Funke-Mediengruppe heute unter Berufung auf eine Antwort des Bundesgesundheitsministeriums auf eine Anfrage des FDP-Bundestagsabgeordneten Torsten Herbst berichteten, haben bisher nur wenige Bundesländer mit dem Bund eine Verwaltungsvereinbarung unterzeichnet und damit bereitstehende Fördergelder beantragt. Der Bund hatte im Mai 50 Millionen Euro für die technische Modernisierung der Gesundheitsämter und deren Anschluss an das elektronische Melde- und Informationssystem (Demis) bereitgestellt.

    Warnstreiks legen Nahverkehr in Niedersachsen und Bremen lahm

    Wegen eines Warnstreiks im öffentlichen Nahverkehr fallen seit heute Morgen in Niedersachsen und Bremen vielerorts Busse und Bahnen aus. Die Gewerkschaft Verdi rechnet mit etwa 3500 Beschäftigten der Nahverkehrsbetriebe, die sich am ganztägigen Warnstreik beteiligen, sagte ein Verdi-Sprecher am frühen Mittwochmorgen. So sollen nach Verdi-Angaben Busse und Bahnen in Bremen, Hannover, Braunschweig, Göttingen, Goslar und Wolfsburg am Mittwoch in ihren Depots bleiben. „Aus unserer Sicht läuft es hervorragend“, sagte der Verdi-Sprecher. Wie viele Beschäftigte genau ihre Arbeit niederlegten, könne aber erst später festgestellt werden. Mit dem Dienstbeginn am Donnerstagmorgen um 3.30 Uhr sollen Busse und Bahnen wieder wie gewohnt fahren.

    mk/tm

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    Tags:
    Niedersachsen, Warnstreik, Berlin, Donald Trump, Coronavirus, Deutschland