06:06 27 Oktober 2020
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    Syrische Kämpfer in Bergkarabach sorgen laut Kreml-Sprecher Dmitri Peskow für tiefe Besorgnis vonseiten Russlands.

    „Die Präsenz von Kämpfern in der heißen Konfliktzone in diesen Tagen stellt eine große Gefahr dar und ist ein Vorwand für tiefe Besorgnis vonseiten Russlands, wovon wir bereits gesprochen haben“, antwortete Peskow am Mittwoch auf die Journalistenfrage, ob Russland eine Anti-Terror-Operation in Bergkarabach, wie es in Syrien gewesen war, im Zusammenhang mit Meldungen über sich dort aufhaltende Kämpfer aus Syrien plane.        

    Ferner verwies Peskow darauf, dass er keine Informationen habe, dass Russland irgendwelche mögliche Maßnahmen zur Bekämpfung von Extremisten plane. 

    „Zurzeit weiß ich nichts darüber“, antwortete er auf die Frage, ob die Besorgtheit Russlands in irgendwelchen konkreten Gegenmaßnahmen gegen die Kämpfer ausgedrückt werden könne.

    Zuvor hatte der Chef des russischen Auslandsgeheimdienstes, Sergej Naryschkin, erklärt, dass nach vorliegenden Informationen des Auslandsgeheimdienstes Söldner aus im Nahen Osten agierenden internationalen Terrororganisationen aktiv in die Konfliktzone verlegt würden. Dabei soll es sich um Hunderte und schon sogar Tausende Radikale handeln.    

    Assad nennt Erdogan Initiator neuer Spirale des Bergkarabach-Konflikts

    In einem Gespräch mit der russischen Agentur RIA Novosti hatte Syriens Präsident Baschar al-Assad den türkischen Staatschef Recep Tayyip Erdogan als Hauptinitiator der neuen Spirale des Bergkarabach-Konflikts bezeichnet.

    Die Türkei setzt laut Assad Terroristen aus Syrien und anderen Ländern in Bergkarabach ein.  

    Eskalation im Südkaukasus

    Am 27. September hatte sich die Situation in Bergkarabach zugespitzt. Dabei machen Baku und Jerewan sich gegenseitig dafür verantwortlich.

    Das aserbaidschanische Verteidigungsministerium behauptet, die armenischen Streitkräfte hätten die Ortschaften an der Berührungslinie in Bergkarabach beschossen, während die aserbaidschanischen Truppen eine Gegenoffensive durchgeführt hätten. Es gebe Tote unter Zivilisten und Soldaten, hieß es. Das armenische Militär beteuerte wiederum, dass Aserbaidschan Luft- und Raketenangriffe auf Bergkarabach, einschließlich der Hauptstadt Stepanakert, geführt hätte.

    In Armenien wurden inzwischen der Kriegszustand und eine allgemeine Mobilmachung ausgerufen; den Männern im Alter von 18 bis 55 Jahren wurde die Ausreise verboten.

    Der Präsident von Aserbaidschan verhängte eine Ausgangssperre im Land. Zudem kündigte er eine teilweise Mobilmachung sowie den Kriegszustand in einer Reihe von Städten und Regionen an. Die Türkei erklärte dagegen, sie werde Aserbaidschan jede Unterstützung, darunter auch militärische, gewähren, um die Baku bitten werde.

    ns/sna/gs

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    Tags:
    Sergej Naryschkin, Türkei, Dmitri Peskow, Bergkarabach-Konflikt, Armenien, Aserbaidschan, Russland