16:06 30 Oktober 2020
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    Trump-Regierung hat Recht auf Wiederwahl verwirkt; Neue Corona-Einschränkungen in Frankreich erwartet; Länder wollen Flüchtlingsaufnahme notfalls vor Gericht erstreiten; Deutschland-Urlaub für Bürger aus Risikogebieten wird schwierig; Bundesregierung stuft Rumänien und Tunesien als Risikogebiete ein; Samba-Happenings in Rio wieder erlaubt

    Sputnik präsentiert Ihnen in Kürze, was in der Nacht zum Donnerstag geschehen ist.

    Trump-Regierung hat Recht auf Wiederwahl verwirkt

    Die Vizekandidatin der US-Demokraten, Kamala Harris, hat US-Präsident Donald Trump Versagen in der Corona-Pandemie vorgeworfen. Diese Regierung hat das Recht auf eine Wiederwahl verwirkt, sagte Harris bei der Debatte der Vize-Kandidaten vor der Präsidentschaftswahl in Salt Lake City. „Das amerikanische Volk ist Zeuge des größten Versagens einer Regierung in der Geschichte unseres Landes geworden.“ Harris zieht als Stellvertreterin des Präsidentschaftskandidatin der Demokraten, Joe Biden, in die Wahl am 3. November.

    Neue Corona-Einschränkungen in Frankreich erwartet

    Angesichts eines neuen Höchststandes bei den Corona-Neuinfektionen wird in Frankreich mit weiteren Schritten der Regierung gerechnet. „Wir müssen uns auf den Weg zu zusätzlichen Einschränkungen machen“, sagte Staatschef Emmanuel Macron den Fernsehsendern „TF1“ und „France2“ in dem südfranzösischen Ort Saint-Martin-Vésubie. Frankreich erzielte mit 18.746 Corona-Neuinfektionen innerhalb von 24 Stunden einen Tages-Höchststand. Wie die Behörden mitteilten, wurde damit der bisherige höchste Wert von 16.972 neuen Fällen vom vergangenen Wochenende deutlich überschritten. Die Corona-Lage ist sehr angespannt. Bis auf die an Deutschland grenzende Region Grand Est und die Insel Korsika gilt für Frankreich eine Reisewarnung des Auswärtigen Amts.

    Länder wollen Flüchtlingsaufnahme notfalls vor Gericht erstreiten

    Politiker von Grünen, Linkspartei und SPD wollen die Aufnahme von mehr Schutzsuchenden aus Griechenland über sogenannte Landesaufnahmeprogramme notfalls vor Gericht durchsetzen. In einer der Deutschen Presse-Agentur vorliegenden Erklärung, die unter anderem der Berliner SPD-Landesvorstand, die Linksfraktion im Thüringer Landtag und der Landesvorstand der Grünen in Bremen unterzeichneten, heißt es: „Auch der Klageweg muss beschritten werden.“ In der Erklärung steht weiter: „Das verheerende Feuer im Flüchtlingslager Moria hat über 12.000 Menschen obdachlos werden lassen. Die Brände sind das letzte Zeichen des Scheiterns der Flüchtlings- und Migrationspolitik an den europäischen Außengrenzen.“ Eine europäische Lösung zur Sicherung der Menschenrechte sei nicht in Sicht und werde auch nicht schnell erreichbar sein. Die Aufnahme durch die Bundesrepublik Deutschland müsse substanziell erhöht werden, fordern die insgesamt 17 unterzeichnenden Fraktionen, Landesvorstände und Jugendorganisationen fast aller Regierungsparteien aus Berlin, Bremen und Thüringen.

    Deutschland-Urlaub für Bürger aus Risikogebieten wird schwierig

    Bei Urlaubsreisen innerhalb Deutschlands müssen sich Bürger aus Orten mit sehr hohen Corona-Infektionszahlen im Herbst auf erhebliche Schwierigkeiten gefasst machen. Die Länder beschlossen mehrheitlich, dass solche Reisenden nur dann beherbergt werden dürfen, wenn sie einen höchstens 48 Stunden alten negativen Corona-Test haben. Das wurde nach einer Schaltkonferenz der Staatskanzleichefs der Länder mit Kanzleramtschef Helge Braun mitgeteilt. Greifen soll dies für Reisende aus Gebieten mit mehr als 50 Neuinfektionen je 100.000 Einwohnern binnen sieben Tagen. Fünf Länder gaben zu dem Beschluss aber abweichende Erklärungen ab.

    Bundesregierung stuft Rumänien und Tunesien als Risikogebiete ein

    Die Bundesregierung hat ganz Rumänien, Tunesien, Georgien und Jordanien sowie einzelne Regionen in sieben EU-Ländern zu Corona-Risikogebieten erklärt. Das Robert Koch-Institut aktualisierte seine Risikoliste entsprechend. Darauf sind jetzt auch alle fünf niederländischen Provinzen zu finden, die an Deutschland grenzen. Als letzte kam Limburg hinzu, Zeeland an der Nordseeküste ist die einzige der zwölf niederländischen Provinzen, die noch kein Risikogebiet ist. Erstmals wurden Teile der Slowakei zu Risikogebieten erklärt. In Slowenien kam unter anderem die Hauptstadt Ljubljana hinzu, außerdem Regionen in Kroatien, Ungarn, Litauen und Bulgarien.

    Samba-Happenings in Rio wieder erlaubt

    Mitten in der Corona-Krise dürfen in Brasiliens Metropole Rio de Janeiro wieder Samba-Happenings stattfinden. Dies berichtete das Nachrichtenportal „G1“ unter Berufung auf die Stadtverwaltung. Demnach seien zuvor genehmigte kulturelle Veranstaltungen und Aktivitäten wie Shows und Rodas de Samba, bei denen Musiker zusammenkommen und spielen, erlaubt worden. Zu der Bestimmung gehöre, dass bei den Veranstaltungen die Hygienekonzepte eingehalten werden. An der berühmten „Pedra do Sal“, der in den Meeresfelsen geschlagenen Treppe in der Hafengegend Rios, wo heute Samba-Partys gefeiert werden, wurden die Regeln am Montag allerdings nicht befolgt. Hunderte Menschen waren „G1“ zufolge vor Ort, viele ohne Mundschutz.

    mk/tm

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    Tags:
    Tunesien, Rumänien, Bundesregierung, Coronavirus, Deutschland, Donald Trump, USA