13:00 25 Oktober 2020
SNA Radio
    Politik
    Zum Kurzlink
    131887
    Abonnieren

    Der syrische Präsident Baschar al-Assad hat die europäischen Länder vor Terroristen gewarnt, die aus ehemaligen syrischen Kriegsgebieten in Syrien und vor allem aus dem Gouvernement Idlib nach Europa zurückkehren würden. Laut Assad halten sich in Idlib Terrorkämpfer aus vielen Teilen der Welt auf.

    Im Hinblick auf die in Syrien 2013 ausgebrochenen Konflikte sagte Assad, dass die Regierung seither in Gebieten, welche von Terroristen kontrolliert würden, mit bestimmten Methoden vorgegangen sei. Die Terroristen würden zunächts die Möglichkeit erhalten, ihre Waffen niederzulegen, um im Gegenzug begnadigt zu werden. Das habe in vielen Gebieten Syriens funktioniert, so Assad.

    „Lehnen sie die Versöhnung ab, müssen wir das Problem auf militärische Weise lösen, was auch in allen Regionen der Fall war, die wir seit 2013 befreit haben“, erklärte der syrische Präsident.

    Problemregion Idlib

    Die besagte Methode ist nach Ansicht Assads nur in Gebieten anwendbar, in denen die nationale Aussöhnung erfolgt ist und die Kämpfer Syrer waren. Im Fall von Idlib verhielten sich die Dinge jedoch anders.

    „Genau dort halten sich die meisten ausländischen Terroristen in ganz Syrien auf, deswegen müssen sie entweder in die Türkei zurückkehren – von dort oder über dieses Territorium sind sie gekommen – oder in ihre Länder zurückkehren. Andernfalls sterben sie in Syrien“, sagte Assad und betonte, dass ihr weiterer Weg überwiegend nach Europa führe.

    Viele Dschihadisten seien aus Russland und arabischen Ländern gekommen – aber auch aus vielen Ländern der Welt. Ferner warnte er davor, den Konflikt in Syrien für beendet zu halten.

    „Solange die Terroristen einige Regionen in unserem Land besetzt halten, töten und andere Verbrechen begehen, ist der Krieg nicht vorbei. Und ich denke, ihre Anführer wollen, dass es mit dem Krieg noch eine lange Zeit weitergeht“, so Assad.
    Syriens Präsident Baschar al-Assad
    © Sputnik / Pressedienst des syrischen Präsidenten Baschar al-Assad

    Das Gouvernement Idlib ist der Brennpunkt in Syrien. Im Moment setzen sich dort Russland und die Türkei mit gemeinsamen Patrouillen ein, aber auch die syrische Regierungsarmee sowie der Iran sind dort präsent. US-Truppen wurden zwar aus dieser Region abgezogen, griffen jedoch mehrmals Einheiten an, die der Al-Qaida nahestehen. Neben paramilitärischen Verbänden wie Hisbollah kämpfen auch Terrorgruppen wie Haiat Tahrir asch-Scham in der Provinz. IS*-Kämpfer sind dort ebenfalls weiterhin aktiv.

    *Terrororganisation, in Deutschland und Russland verboten

    mka/gs

    GemeinschaftsstandardsDiskussion
    via Sputnik kommentierenvia Facebook kommentieren

    Zum Thema:

    „Das ist wirklich fatal“ – Worauf Manuela Schwesig bei den Grünen aufmerksam macht
    „Krieg der Sterne aus Ramstein“ – Kritik am neuen Nato Space Center
    Auf welche Waffe die Nato im Konflikt gegen Russland setzen soll – US-Denkfabrik
    Tags:
    Terrorkämpfer, Syrien, Idlib