08:21 23 Oktober 2020
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    Der russische Journalist Yuri Kotenok ist bei einem Schlag auf Kazanchetsots, den Haupttempel der karabachischen Stadt Schuschi, schwer verletzt worden, berichtet RIA Novosti aus dem Pressezentrum der nicht anerkannten Republik Bergkarabach.

    Der Militärkorrespondent befinde sich in ernstem Zustand, die Ärzte kämpfen um sein Leben, hieß es.

    Zudem seien zwei weitere Russen betroffen worden: der Journalist Lewon Arsanow und die Begleitperson Grant Baladjan. Ihre Verletzungen seien geringfügig.

    "Der Zustand von Yuri Kotenok wird als äußerst schwerwiegend und instabil eingestuft. Der Zustand von Lewon Arsanow und Grant Badaljan ist moderat. Nichts bedroht ihr Leben“, so das Außenministerium der Republik. 

    Zuvor hatte das Einheitliche Informationszentrum Armeniens erklärt, dass die Streitkräfte Aserbaidschans einen Schlag auf die im 19. Jahrhundert erbaute Kathedrale des Heiligen Christus des Allretters gefürt haben. Im Gegenzug betonte Baku, dass sie nicht auf historische, kulturelle und religiöse Gebäude zielen würden.

    Anschließend wurden von Drohnen Bomben auf Schuschi abgeworfen und mehrere Schläge auf Stepanakart, die Hauptstadt der nicht anerkannten Republik Bergkarabach, geführt.

    Konflikt um Bergkarabach

    Am 27. September hat das aserbaidschanische Verteidigungsministerium mitgeteilt, dass die armenischen Streitkräfte Ortschaften an der Berührungslinie in Karabach beschossen hätten. Nach den Angaben gibt es Tote unter Zivilisten und Soldaten.

    Laut einer Erklärung des armenischen Verteidigungsministeriums war „Karabach Luft- und Raketenangriffen ausgesetzt“.

    Wie es in Jerewan hieß, hat Baku eine Offensive in Richtung Karabach gestartet. Nach Angaben aus der nicht anerkannten Republik Bergkarabach wurden friedliche Siedlungen, darunter die Hauptstadt Stepanakert, unter Artilleriebeschuss genommen.

    In Armenien wurden inzwischen der Kriegszustand und eine allgemeine Mobilmachung ausgerufen.

    Der Präsident von Aserbaidschan verhängte eine Ausgangssperre im Land. Zudem kündigte er eine teilweise Mobilmachung sowie den Kriegszustand in einer Reihe von Städten und Regionen an.

    Die Staatschefs Russlands, der USA und Frankreichs – die Ko-Vorsitzenden der Minsker OSZE-Gruppe für Bergkarabach – riefen die Konfliktseiten zur unverzüglichen Einstellung der Kampfhandlungen auf. Die Präsidenten Wladimir Putin, Donald Trump und Emmanuel Macron sprachen den Familien der getöteten und verletzten Soldaten ihr Beileid aus.

    aa/sna/gs

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    Beschuss, Journalist, Russland, Verletzte, Bergkarabach-Konflikt