07:59 23 Oktober 2020
SNA Radio
    Politik
    Zum Kurzlink
    2022612
    Abonnieren

    Mit der Entscheidung hinsichtlich des russischen Energikonzerns Gazprom im Zusammenhang mit der Ostsee-Gaspipeline Nord Stream 2 ignoriert Warschau laut der Pressesprecherin des russischen Außenministeriums, Maria Sacharowa, die Interessen der europäischen Verbraucher und untergräbt die Energiesicherheit Europas.

    „Offensichtlich handelt es sich um einen weiteren politisch motivierten Versuch, Druck auf den russischen Gasexporteur auszuüben, der die europäischen Verbraucher seit vielen Jahren zuverlässig mit Erdgas versorgt“, kommentierte Sacharowa Polens Entscheidung in Bezug auf Gazprom im Fall Nord Stream 2.

    „Es ist bedauerlich, dass Warschau bei der Verfolgung seiner eigenen egoistischen Ziele entgegen dem Namen der Behörde, die die Entscheidung traf, die Grundsätze des fairen Wettbewerbs, die Interessen der europäischen Verbraucher völlig ignoriert und im Wesentlichen die europäische Energie und auch die Umweltsicherheit untergräbt“, so die Pressesprecherin weiter.

    Ihrer Ansicht nach steckt hinter dieser Entscheidung der Wunsch, auf Kosten der EU und durch den Druck auf Unternehmen aus anderen Ländern die Idee eines alternativen Hubs für amerikanisches LNG Washington zuliebe umzusetzen.

    Die polnische Antimonopolbehörde UOKiK hatte am Mittwoch gegen den Energiekonzern Gazprom und fünf seiner europäischen Partnerfirmen Bußgelder in Höhe von zehn Prozent deren Jahresumsatzes verhängt. „Wir haben gestern eine Untersuchung in Bezug auf den Bau der Pipeline Nord Stream 2 abgeschlossen. Es geht hierbei um einen Bau ohne die Zustimmung der Antimonopolbehörde Polens“, erklärte Tomasz Chrostny, Leiter der Behörde, bei einem Briefing in Warschau.

    Ein Gazprom-Vertreter erklärte, sein Konzern habe nicht gegen polnisches Wettbewerbsrecht verstoßen.

    sm/sna/gs

    GemeinschaftsstandardsDiskussion
    via Sputnik kommentierenvia Facebook kommentieren

    Zum Thema:

    „New York Post”-Enthüllungen – Stoppt „Ukraine-Gate“ Joe Biden auf der Zielgeraden?
    Putin spricht erstmals über Nawalny
    Putin über Länder mit „importierter Demokratie“: Ihre Anführer nichts weiter als Vasallen
    Tags:
    Gazprom, Geldstrafe, Polen, Russland