07:54 27 Oktober 2020
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    Die Vereinigten Staaten sollten davon absehen, die internationalen Beziehungen im Sinne des Konzepts der Rivalität zwischen Großmächten neu zu strukturieren. Dies äußerte der erste stellvertretende russische Botschafter bei der Uno, Dmitri Poljanski, auf einer Sitzung des ersten Ausschusses der Generalversammlung der Vereinten Nationen.

    Während des Treffens soll der Diplomat eine Erklärung verlautbart haben, die vom Leiter der russischen Delegation und Direktor der Abteilung für Nonproliferation und Rüstungskontrolle des Außenministeriums, Wladimir Jermakow, stammt.

    „Im Gegensatz zu den Vereinigten Staaten ist sich die Russische Föderation ihrer Verantwortung für internationale Sicherheit sowie globale und regionale Stabilität bewusst. Wir verfolgen einen konsequenten Kurs zur Wahrung des Friedens“, teilte Poljanski mit.

    Er rief Washington auf, „keine gewalttätigen Konfrontationsmodelle mehr zu fördern“. Russland handle offen, fördere konsequent politische und diplomatische Initiativen und ergreife Maßnahmen, um die Verschlechterung der Lage im Bereich Sicherheit und Stabilität zu verhindern, so der Diplomat.

    Ihm zufolge ist Russland bereit, den New-Start-Vertrag ohne Vorbedingungen zu verlängern. Die USA sollten nach seinen Worten dies ohne künstliche Verzögerungen tun.

    Der Ständige US-Botschafter bei der UN-Abrüstungskonferenz (UNCD), Robert Wood, forderte Russland und China auf, auf einer Sitzung des ersten Ausschusses der Generalversammlung der Vereinten Nationen unverzüglich Rüstungskontrollverhandlungen aufzunehmen.

    Gleichzeitig habe der amerikanische Diplomat gewarnt, dass die Vereinigten Staaten bereit seien, alle notwendigen Schritte zum Schutz der nationalen Interessen zu unternehmen, wenn die Vereinten Nationen nicht dazu beitragen, den Aufbau des nuklearen Potenzials Russlands und Chinas einzudämmen.

    New-Start-Vertrag

    Der New-Start-Vertrag läuft am 5. Februar 2021 aus. Das Dokument sieht vor, die Nukleararsenale Russlands und der USA auf je 800 Trägersysteme und 1550 einsatzbereite Atomsprengköpfe zu reduzieren.

    Zuvor hatte Russlands Präsident Wladimir Putin vorgeschlagen, das Abkommen um fünf Jahre ohne Vorbedingungen zu verlängern. Die US-Administration bestand aber darauf, China in die Verhandlungen einzubeziehen. Peking lehnte dies ab.

    Die USA stellten im September Zusatzforderungen: Russland solle über den Vertrag hinaus noch Rahmenvereinbarungen akzeptieren, die neben strategischen auch taktische Kernwaffen einschließen würden.

    Moskau werde den Vertrag nur in dessen gegenwärtiger Form akzeptieren, erklärte das russische Außenministerium. In wenigen Monaten ende die Laufzeit, es bleibe keine Zeit, um Veränderungen auszuhandeln.

    aa/sna/ae

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    Tags:
    Uno, New-Start-Vertrag, Russland, USA, Außenministerium