15:00 30 Oktober 2020
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    Russlands Präsident Wladimir Putin und sein iranischer Amtskollege Hassan Rohani haben miteinander telefoniert. Dies gab der Pressedienst des russischen Staatschefs am Samstag bekannt.

    Das Gespräch fand demnach auf Initiative der iranischen Seite statt. Erörtert wurden unter anderem die Lage in Bergkarabach und die Bemühungen Russlands um Deeskalation des Konflikts in der Kaukasus-Region.

    „Der Präsident des Irans brachte seine Unterstützung für die bei dreiseitigen Besprechungen zwischen den Außenministern Russlands, Aserbaidschans und Armeniens erreichten Vereinbarungen zur Feuereinstellung aus humanitären Gründen zum Ausdruck.“

    Teheran begrüßte laut dem Kreml den Start von Verhandlungen, die auf eine schnellstmögliche friedliche Regelung abzielen.

    Neben den Fragen der bilateralen Zusammenarbeit im Bereich des Handels und der Wirtschaft wurde auch die Covid-19-Pandemie besprochen, hieß es.

    „Den Problemen der Einschränkung wegen der Ausbreitung der Coronavirus-Infektion wurde Aufmerksamkeit geschenkt, unter anderem den Aussichten einer Zusammenarbeit beim russischen Impfstoff ‚Sputnik V‘.“

    Eskalation in Bergkarabach und vereinbarter Waffenstillstand

    Am 27. September hat sich die Situation in der selbsterklärten Republik Bergkarabach zugespitzt. Zwischen Armenien und Aserbaidschan kam es zu schweren militärischen Auseinandersetzungen. Auf beiden Seiten gibt es inzwischen Tote und Verletzte zu beklagen.

    Baku und Jerewan machten sich gegenseitig für die Verschärfung der Lage verantwortlich. Armenien rief den Kriegszustand und eine allgemeine Mobilmachung aus. Das aserbaidschanische Parlament beschloss ebenfalls, in einigen Städten und Regionen das Kriegsrecht auszurufen.

    Aserbaidschan und Armenien, das die nicht anerkannte Republik Bergkarabach vertritt, vereinbarten unter Vermittlung Russlands einen Waffenstillstand in der Konfliktregion, der seit Mittag am 10. Oktober gilt und den Seiten es erlauben soll, Kriegsgefangene und Gefallene unter Vermittlung des Roten Kreuzes auszutauschen.

    „Sputnik V“

    Das russische Gesundheitsministerium hatte im August den weltweit ersten Impfstoff zur Vorbeugung der Covid-19-Erkrankung registriert, der vom Gamaleja-Institut für Epidemiologie und Mikrobiologie in Moskau entwickelt worden war und gemeinsam mit dem Russischen Fonds für Direktinvestitionen (RDIF) unter der Bezeichnung „Sputnik V“ hergestellt wird.

    Der Impfstoff besteht aus zwei Komponenten, die in dreiwöchigem Abstand verabreicht werden. Die klinischen Tests des Serums gegen Sars-CoV-2 hatten am 7. September in Moskau begonnen. Am 9. September ließen sich die ersten Teilnehmer impfen. An der klinischen Studie nehmen insgesamt 40.000 Freiwillige teil, wobei 10.000 von ihnen ein Placebo verabreicht werden wird, um die Effizienz des Impfstoffes zu prüfen.

    mo/ae

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