08:49 27 Oktober 2020
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    Kämpfer der radikalislamischen Bewegung Taliban hoffen, dass US-Präsident Donald Trump die Wahlen in den Vereinigten Staaten im November gewinnt. Dies sagte der Taliban-Sprecher, Zabihullah Mujahid, gegenüber dem Sender „CBS News“ in einem Telefoninterview.

    „Wir hoffen, dass er die Wahl gewinnt und die US-Militärpräsenz in Afghanistan beendet“, so der Sprecher der Bewegung.

    Der Grund für ihre Unterstützung sei das gemeinsame Ziel, die US-Truppen aus Afghanistan abzuziehen. Diese Woche habe Trump erklärt, dass alle amerikanischen Soldaten „bis Weihnachten“ zu Hause sein sollten. „Trump mag für den Rest der Welt lächerlich sein, aber er ist ein vernünftiger und weiser Mann für die Taliban“, fügte der Sprecher hinzu.

    Die militante Gruppe habe sich zudem besorgt über die Corona-Infektion des US-Staatschefs geäußert.

    „Als wir hörten, dass Trump COVID-19-positiv ist, machten wir uns Sorgen um seine Gesundheit, aber es scheint, dass es ihm besser geht“, sagte ein anderes hochrangiges Taliban-Führungsmitglied gegenüber CBS News.

    Laut dem Sprecher des Wahlkampfteams, Tim Murtaugh, lehnt der US-Präsident die Unterstützung der Taliban ab. „Die Taliban sollten wissen, dass der Präsident die amerikanischen Interessen immer mit allen erforderlichen Mitteln schützen wird“, so Murtaugh.

    Später hat Mujahid auf Twitter gepostet, dass der Sender seine Worte falsch interpretiert habe. „Der US-Nachrichtenkanal CBS News hat meine Bemerkungen falsch interpretiert und veröffentlicht. Nichts dergleichen wurde so kommuniziert, wie es von ihnen veröffentlicht wurde“, so sein Kommentar.

    US-Vereinbarung mit Taliban

    Am 29. Februar unterzeichneten die USA mit der radikalen  Bewegung Taliban ein Abkommen, das einen schrittweisen Abzug der Nato-Soldaten aus Afghanistan vorsieht. Die Taliban verpflichteten sich im Gegenzug zu innerafghanischen Friedensgesprächen.

    Anfang August informierten die USA ihre Nato-Verbündeten dann über Pläne zum Abzug weiterer Soldaten aus Afghanistan. Damals hieß es, dass die Vereinigten Staaten ihre Truppen bis Ende November auf knapp unter 5000 reduzieren wollen. Davor waren noch etwa 8600 Soldaten in dem von jahrelangen Gefechten und Anschlägen zermürbten Land.

    * Terrororganisation, in Deutschland und Russland verboten

    aa/ae

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    Tags:
    Truppenabzug, Afghanistan, US-Wahlen, Unterstützung, Donald Trump, Taliban