04:30 29 Oktober 2020
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    Der Präsident der selbsterklärten Republik Bergkarabach, Araik Arutjunjan, hat die israelischen Behörden, die Angriffswaffen an Aserbaidschan lieferten, für „den Völkermord in Karabach“ verantwortlich gemacht.

    Bei einer Pressekonferenz reagierte Arutjunjan auf die Journalisten-Äußerung, wonach die israelische Führung nicht gewusst haben will, dass die nach Aserbaidschan gelieferten Drohnen für Angriffszwecke und Attacken gegen die Zivilbevölkerung und nicht für Verteidigungszwecke eingesetzt würden. 

    „Während des Aprilkrieges (Eskalation des Konflikts im Jahr 2016 – Anm. d. Red.) hatten die israelischen Behörden nicht nur gewusst, dass die von ihnen an Aserbaidschan gelieferten Waffen nicht zur Verteidigung, sondern für Angriffszwecke eingesetzt werden. Die Waffen wurden auch von Fachleuten bedient, die aus Israel gekommen waren. Derartige Erklärungen sind ein blanker Hohn gegen Menschen“, sagte Arutjunjan.

    Sie wüssten das und lieferten weiterhin solche Waffen. Für diesen Völkermord seien auch die Behörden Israels verantwortlich, das selbst einen Völkermord erlebt habe, so der Präsident der selbsterklärten Republik.

    Diese Schritte der israelischen Führung seien ein Beweis dafür, dass „in der Welt wegen des Geldes menschliche und göttliche Werte mit Füßen getreten werden“, fuhr Arutjunjan fort.

    Am 27. September hatten Kämpfe an der Berührungslinie in Bergkarabach begonnen. Armenien und Aserbaidschan werfen einander vor, Kriegshandlungen entfesselt zu haben. Aus Bergkarabach werden Artillerieangriffe auf friedliche Ortschaften, darunter die Hauptstadt der selbsterklärten Republik, Stepanakert, gemeldet.

    Armenien rief den Kriegszustand und – zum ersten Mal – auch eine allgemeine Mobilmachung aus. Jerewan behauptet, dass Baku von Ankara aktiv unterstützt werde. Das aserbaidschanische Parlament beschloss, in einigen Städten und Regionen das Kriegsrecht auszurufen.

    ls/ae

     

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    Tags:
    Israel, Bergkarabach-Konflikt, Aserbaidschan, Armenien