04:59 28 Oktober 2020
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    Im mühsamen Ringen um Frieden in Libyen hat die Uno die Wiederaufnahme direkter Gespräche zwischen den Konfliktparteien angekündigt. Für Anfang November seien mehrere Online-Sitzungen sowie persönliche Treffen in Tunesien geplant, teilte die amtierende UN-Sondergesandte für das nordafrikanische Land, Stephanie Williams, am Samstagabend mit.

    Das Ziel seien „Wahlen auf nationaler Ebene im kürzest möglichen Zeitrahmen“, um die demokratische Legitimität staatlicher Institutionen und die Unabhängigkeit des Landes wiederherzustellen.

    Die Teilnehmer sollen der Uno zufolge nach fairen geografischen, ethnischen, politischen und sozialen Kriterien sowie nach Stammeszugehörigkeit ausgesucht werden. Auch Frauen und junge Menschen sollen daran beteiligt werden. Politische Ämter oder Führungspositionen in einer künftigen libyschen Regierung sollen die Teilnehmer später einmal nicht bekleiden dürfen.

    Marschall Chalifa Haftar, der Kommandeur der Libyschen Nationalarmee
    © AP Photo / Mohammed El-Sheikhy
    Der Weg zum Frieden gestaltet sich sehr schwierig. Alle Initiativen für ein dauerhaftes Ende der Gefechte blieben bislang ohne Erfolg.

    Als Vorbereitung sind in gut einer Woche Gespräche von je fünf Militärvertretern der beiden Seiten in Genf geplant. Die Uno fordert dabei ein vollständiges Ende „aller militärischen Manöver“. Damit soll eine Einigung über einen langfristigen Waffenstillstand und eine entmilitarisierte Zone für das Bürgerkriegsland erzielt werden.

    Zudem sollen in Kairo Vertreter des Parlaments im ostlibyschen Tobruk und des Hohen Staatsrats, der die in Tripolis ansässige Regierung berät, zu mehrtägigen Gesprächen zusammenkommen.

    Der Bürgerkrieg in Libyen dauert seit dem Sturz des langjährigen Staatschefs Muammar al-Gaddafi im Jahr 2011 an. In Tripolis sitzt heute die international anerkannte Regierung von Ministerpräsident Fajis al-Sarradsch, die mit einer Gegenregierung im Osten des Landes um die Macht konkurriert. Diese ist mit General Chalifa Haftar und der von ihm befehligten Libyschen Nationalarmee verbündet. Die Suche nach Frieden wird durch innere Konflikte in den beiden Lagern und unterschiedliche Interessen der ausländischen Akteure erschwert.

    ls/ae/dpa

     

     

     

     

     

     

     

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    Tags:
    Kairo, Genf, Uno, Libyen