15:55 30 Oktober 2020
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    Die Verteidigungsarmee von Bergkarabach hat am Sonntag via Facebook bekanntgegeben, einen Angriff der aserbaidschanischen Streitkräfte in nordöstlicher Richtung abgeschlagen zu haben.

    „Die Einheiten der Verteidigungsarmee haben einen Angriffsversuch der gegnerischen Streitkräfte gestoppt, wobei zwei Panzerfahrzeuge zerstört und große Kräfteeinbußen verursacht wurden“, heißt es in der Facebook-Notiz. 

    Waffenstillstand in Bergkarabach vereinbart

    Am Freitag hatten in Moskau auf Initiative des russischen Präsidenten Wladimir Putin Beratungen zwischen den Außenministern Russlands, Armeniens und Aserbaidschans zu der Lage in der Region Bergkarabach stattgefunden. Die Gespräche hatten mehr als zehn Stunden gedauert und waren damit die längsten Verhandlungen in den letzten 20 Jahren.

    Als Ergebnis dieser Gespräche wurde ein Waffenstillstand in der Konfliktregion um Bergkarabach vereinbart. Dieser gilt seit 12 Uhr (Ortszeit) am 10. Oktober und soll den Seiten erlauben, Kriegsgefangene und Gefallene unter Vermittlung des Roten Kreuzes auszutauschen. Zusätzliche Bedingungen werden später bestimmt.

    Eskalation im Südkaukaukasus

    Am 27. September hatte sich die Situation in der selbsterklärten Republik Berg-Karabach zugespitzt. Zwischen Armenien und Aserbaidschan kam es zu schweren militärischen Auseinandersetzungen, die seitdem andauern. Auf beiden Seiten gibt es inzwischen Tote und Verletzte zu beklagen. Baku und Jerewan machen sich gegenseitig für die Verschärfung der Lage verantwortlich. Armenien rief wegen der Zuspitzung den Kriegszustand und eine allgemeine Mobilmachung aus. Das aserbaidschanische Parlament beschloss ebenfalls, in einigen Städten und Regionen das Kriegsrecht auszurufen.

    Die internationale Gemeinschaft forderte die Parteien auf, Zurückhaltung zu zeigen. Die Türkei erklärte ihrerseits, sie werde Aserbaidschan jede Unterstützung gewähren, um die Baku bitten werde.

    Moskau verwies zuvor darauf, dass Armenien Mitglied der Organisation des Vertrages über kollektive Sicherheit (OVKS) sei. Daher habe Russland gewisse Verpflichtungen gegenüber Armenien, hieß es.

    pd/sb/sna

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    Tags:
    Waffenruhe, Aserbaidschan, Armenien, OVKS, Türkei, Russland, Konflikt, Bergkarabach-Konflikt