07:04 22 Oktober 2020
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    Der armenische Ministerpräsident Nikol Paschinjan wirft der Türkei Kriegshetze vor. Wie er am Montag vor Auslandsdiplomaten sagte, hätte es keinen Krieg in Bergkarabach ohne die Teilnahme-Bereitschaft der Türkei gegeben.

    „Dieser Krieg hätte kaum beginnen können, wenn die Türkei nicht ihre Bereitschaft gezeigt hätte, sich daran zu beteiligen. (…) Ich möchte darauf aufmerksam machen, dass die Kampfhandlungen als Fortsetzung gemeinsamer türkisch-aserbaidschanischer Manöver begonnen wurden“, zitiert die Pressestelle des Ministerkabinetts Paschinjan. 

    Die türkische Beteiligung und seine Kriegspropaganda im Konflikt in der Kaukasus-Region sei offensichtlich, wie öffentliche Erklärungen aus Ankara sowie weitere Fakten bezeugen, die Armenien an seine Partner übergeben habe.

    Der russische Außenminister Sergej Lawrow
    © Sputnik / Außenministerium Russlands / Handout
    Die Türkei habe Söldner und Mitglieder von Terrororganisationen aus Syrien angeworben und diese selbst in die Konfliktzone transportiert, sagte Paschinjan. Solche Handlungen Ankaras spiegeln ihm zufolge „die Expansionspolitik“ der Türkei wider, da die armenische Bevölkerung des Südkaukasus die letzte Hürde für ihren Weg nach Osten, Norden und Südosten sei.

    Alle aktuellen Ereignisse sollten im Kontext der türkischen Politik im Mittelmeerraum, in Syrien, im Irak, in Bezug auf Griechenland und Zypern betrachtet werden.

    „Und das ist eindeutig eine Politik, die die Wiederherstellung des osmanischen Reiches zum Ziel hat“, so der armenische Ministerpräsident. 

    Gespräche in Moskau 

    Die Außenminister von Armenien und Aserbaidschan sind am 9. Oktober nach Einladung von Wladimir Putin zu Vermittlungsgesprächen nach Moskau gekommen. Die Gespräche dauerten mehr als zehn Stunden. 

    Als Ergebnis dieser Gespräche wurde ein Waffenstillstand in der Konfliktregion um Bergkarabach vereinbart, der ab dem 10. Oktober gilt und der beiden Konfliktseiten ermöglichen soll, Kriegsgefangene und Gefallene unter Vermittlung des Roten Kreuzes auszutauschen. Zusätzliche Bedingungen sollen später bestimmt werden. Doch schon am Samstag begannen die Seiten einander wegen der Verletzung der Waffenruhe zu beschuldigen.  

    om/tm

     

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    Tags:
    Nikol Paschinjan, Expansion, Krieg, Aserbaidschan, Türkei, Bergkarabach-Konflikt, Armenien