13:07 25 Oktober 2020
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    Der weißrussische Präsident Alexander Lukaschenko hat die Demonstranten, die seit Wochen landesweit gegen ihn protestieren, als bezahlte „Schlägertypen“ bezeichnet, die so ihr Brot verdienen. Am Dienstag besuchte der 66-Jährige nahe Talatschyn im Nordosten des Landes eine Konservenfabrik.

    Wie die staatliche Nachrichtenagentur Belta berichtet, sprach der Staatschef mit Mitarbeitern und lobte ihre Arbeit. Der Leiter der Fabrik, Anatoli Anjuchowski, teilte bei dem Treffen mit, dass in der Hochsaison ohne Ruhetage gearbeitet werde.

    „Wenn wir auch in Minsk so ein Volk hätten, wären wir die reichsten“, sagte Lukaschenko daraufhin.

    Doch in der Hauptstadt laufen ihm zufolge „Schlägertypen herum, die aber auch essen müssen“. Nach seiner Aussage kriegen Demonstranten für ihr „Herumlaufen“ „etwas Geld“ und geben dieses dann abends „in Cafés oder Restaurants“ aus.

    In Weißrussland gibt es seit mehr als neun Wochen Massenproteste gegen Langzeit-Staatschef Lukaschenko, der bei der Präsidentenwahl im August nach amtlichen Angaben mit mehr als 80 Prozent der Stimmen im Amt bestätigt wurde.

    Die Opposition erkennt das Wahlergebnis nicht an und hält ihre Kandidatin Swetlana Tichanowskaja für die Siegerin. Erst am Sonntag wurden in Minsk Dutzende Demonstranten bei einer nicht erlaubten Protestaktion festgenommen. Trotz der Proteste, die teils niedergeschlagen werden, wurde Lukaschenko am 23. September vereidigt.

    leo/tm

     

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    Tags:
    Präsidentschaftswahl, Präsidentschaft, Proteste, Alexander Lukaschenko, Weißrussland