04:39 29 Oktober 2020
SNA Radio
    Politik
    Zum Kurzlink
    8250128
    Abonnieren

    Der russische Präsident Wladimir Putin hat Russlands Bereitschaft zu einer vollständigen Wiederaufnahme der Wirtschaftsbeziehungen mit der Ukraine bekundet. Ein erster Vorschlag des Ministerkabinetts hierzu soll bereits vorliegen.

    Putin sagte in einer Beratung mit dem Ministerkabinett, dass Russland immer bereit sei zu einer vollständigen Zusammenarbeit mit der Ukraine.

    „Das Level und die Tiefe der Kooperation zwischen unseren Unternehmen war sehr hoch. Das brachte gegenseitigen Nutzen, Profit, trug zum Erhalt von Arbeitsplätzen bei und garantierte den Menschen würdige Löhne. Wir sind bereit, die vollständige Zusammenarbeit mit unseren ukrainischen Partnern wiederherzustellen“, sagte der russische Präsident.

    Ferner begrüßte Putin den Vorschlag des russischen Premierministers Michail Mischustin, zwei ukrainischen Wirtschaftsunternehmen den Export nach Russland zu erlauben. An dieser Stelle betonte der Präsident, dass die Sanktionen nicht auf Initiative Moskaus eingeführt worden seien. „Alle Schritte von unserer Seite sind Gegenmaßnahmen“, fügte der Präsident hinzu und bezeichnete die eingebrachte Initiative als ersten Schritt und Zeichen des guten Willens.

    Auch Mischustin äußerte hinsichtlich der Zusammenarbeit mit der Ukraine Zuversicht und betonte, dass es nun auf ein Entgegenkommen vonseiten Kiews ankomme. 

    „Die Interessen unserer Hersteller werden in vollem Umfang berücksichtigt. Das Ministerium für Handel und Industrie hat sich mit dieser Frage ausführlich befasst. Wir werden nun sehen, wie unsere ukrainischen Kollegen auf unser Zeichen des guten Willens reagieren werden. In der Entwicklung unserer Wirtschaftsbeziehungen gehen wir künftig von der Einhaltung der Parität aus“, sagte Mischustin.

    Gegenseitige Sanktionen

    Die Beziehungen zwischen Moskau und Kiew hatten sich wegen der Situation in der Ukraine verschlechtert, wo es Anfang 2014 zu einem Staatsstreich gekommen war. Im selben Jahr fand im Rahmen eines Referendums der Beitritt der Krim zu Russland statt. Die Halbinsel hatte bis dahin zur Ukraine gehört. Die Ukraine, die EU und die USA verhängten daraufhin politische und wirtschaftliche Strafmaßnahmen gegen Russland. Moskau konterte mit einem Einfuhrverbot für bestimmte Wirtschaftsprodukte aus den besagten Ländern. 

    mka/sna/gs

    GemeinschaftsstandardsDiskussion
    via Sputnik kommentierenvia Facebook kommentieren

    Zum Thema:

    MdB Hansjörg Müller (AfD) zum Fall Nawalny: Die deutsche Seite will nicht kooperieren
    Grenzverletzung verhindert: Su-27 verjagt französische Kampfflugzeuge – Video
    Hohe Corona-Zahlen: Drosten fordert „Mini-Lockdown“ und Lauterbach Kontrollen in Privatwohnungen
    Tags:
    Wirtschaftsbeziehungen, Ukraine, Russland