01:11 30 Oktober 2020
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    Vor dem Hintergrund der seit Tagen andauernden erneuten Anti-Regierungsproteste in Bangkok haben die thailändischen Behörden den Ausnahmezustand angeordnet. Das teilte die Zeitung „Bangkok Post“ am Donnerstag mit.

    Demnach trat der Ausnahmezustand am Donnerstag in Kraft. Indes verlassen die Protestierenden den Platz vor dem Regierungsgebäude, wo sie sich versammelt haben. 

    Wie die Agentur Reuters unter Verweis auf ein offizielles Dokument berichtete, hätten die Behörden unter anderem ein Versammlungsverbot verhängt. Versammlungen von mehr als fünf Menschen sowie die Veröffentlichung von Nachrichten und Botschaften, „welche die nationale Sicherheit beeinträchtigen können“, seien damit verboten worden.

    ​Zudem teilte die Agentur unter Verweis auf Menschenrechtler mit, dass zwei Personen, die als Anführer der regierungskritischen Proteste gälten, festgenommen worden seien.

    Wie ein Korrespondent der Agentur RIA Novosti zuvor vor Ort mitteilte, hätten die Teilnehmer der Anti-Regierungsproteste in Bangkok, die einen unverzüglichen Rücktritt des Premiers von Thailand, Generals Prayut Chan-O-Chaden forderten, den Widerstand einer kleineren Gruppe von Ultramonarchisten und Anhänger des Premiers bewältigen können. Dann hätten sie den Zaun des Gebäudekomplexes des Regierungssitzes durchbrochen. 

    ​Proteste in Bangkok 

    Seit Juni finden im Königreich regelmäßig Proteste von überwiegend jüngeren Menschen statt. Unter den Forderungen der Demokratieaktivisten sind eine neue Verfassung für Thailand, sowie die Auflösung des Parlaments.

    ​Am Mittwoch hatten erneut tausende Menschen in Bangkok gegen die Regierung demonstriert. Der Protest fällt zeitlich mit der „Studentenrevolution“ am 14. Oktober 1973  zusammen. Der Volksaufstand in Thailand führte damals zum Sturz der streng antikommunistischen Militärdiktatur des Ministerpräsidenten und Feldmarschalls Thanom Kittikachorn. Dem waren Studentenproteste für eine neue Verfassung vorausgegangen. 

    ns/ae

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    Tags:
    Prayut Chan-O-Chaden, Studenten, Ausnahmezustand, Proteste, Bangkok Post, Thailand