07:50 23 Oktober 2020
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    Ankara ist laut dem armenischen Premierminister Nikol Paschinjan der Hauptsponsor der Zuspitzung des Konflikts in Bergkarabach. Ihm zufolge gibt es Beweise, dass die Türkei Kämpfer aus Syrien nach Karabach gebracht hat, da Aserbaidschan nicht selbständig dort einen Krieg führen kann.

    Die Entscheidung, die Kampfhandlungen zu beginnen, wurde unter der Schirmherrschaft der Türkei getroffen, sagte Nikol Paschinjan während eines parallelen Interviews der Spitzenpolitiker Aserbaidschans und Armeniens der Nachrichtenagentur Rossiya Segodnya, .

    „Es ist jetzt offensichtlich, dass die Türkei der Hauptsponsor dieses Krieges ist ... Durch Entscheidung und unter der Schirmherrschaft der Türkei wurde beschlossen, einen Krieg zu beginnen, einen Angriff gegen Bergkarabach“, sagte Paschinjan.

    Es gebe Beweise, dass die Türkei die Kämpfer aus Syrien nach Bergkarabach gebracht habe. Dies geschah, weil Aserbaidschan dort nicht selbstständig kämpfen könne:

    „Die ganze Welt spricht bereits darüber. Das ist eine sehr wichtige Nuance, und sie ist auch wichtig, um zu verstehen, wer und aus welchen Gründen diese Kampfhandlungen ausgelöst hat. Natürlich gibt es konkrete Beweise dafür, dass Terrorkämpfer aus Syrien an Kämpfen gegen Bergkarabach teilnehmen. Diese Videobeweise wurden bereits in den sozialen Netzwerken und in den Medien veröffentlicht ... Das wurde bereits weltweit bewiesen“, so Paschinjan weiter.

    „Es ist wichtig zu verstehen, warum. Weil es offensichtlich war, dass die aserbaidschanische Armee allein nicht in der Lage ist, gegen die Selbstverteidigungsarmee von Bergkarabach zu kämpfen. Deshalb hat die Türkei beschlossen, Terroristen heranzuziehen“, fügte der Premierminister hinzu.

    Paschinjan hat auch darauf hingewiesen, dass die Türkei in Bergkarabach nicht nur ihre eigenen Militärs, sondern laut einigen Quellen auch Spezialeinheiten der pakistanischen Armee einsetze.

    Außerdem könnte Ankara, so Paschinjan, die Terrorkämpfer in den Nordkaukasus gebracht haben, um die Aufmerksamkeit Russlands von Bergkarabach abzulenken.

    „Die Frage ist, ob dies ein Zufall oder eine geplante Maßnahme zur Destabilisierung des Nordkaukasus ist, um die russische Aufmerksamkeit von den Ereignissen abzulenken, die jetzt im Südkaukasus, in der Zone des Bergkarabach-Konflikts, stattfinden“.

    Der Generaldirektor der Internationalen Nachrichtenagentur Rossiya Segodnya, Dmitri Kisseljow, hat am Donnerstag die Spitzenpolitiker Armeniens und Aserbaidschans parallel interviewt und ihnen dieselben Fragen gestellt. Dabei bekamen sie die gleiche Zeit, um sie zu beantworten. Alijew äußerte sich in dem Interview dazu, wie er die aktuelle Situation in der Region einschätzt, welche Verluste die Konfliktseiten erleiden und ob es wahr ist, dass an der Seite Aserbaidschans Kämpfer aus Syrien und Libyen im Einsatz seien.

    sm/gs

     

     

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    Tags:
    Aserbaidschan, Nikol Paschinjan, Armenien, Bergkarabach-Konflikt