13:36 25 Oktober 2020
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    Russlands Verteidigungsministerium hat den US-Militärattaché bei der US-Botschaft in Moskau einbestellt. Der Grund waren „provokante Worte“ seines Kollegen in Kiew über eine angebliche russische Aggression. Dies teilte das Ministerium in Moskau am Freitag mit.

    Konkret geht es um die Äußerungen des US-Militärattachés in Kiew, Brittany Stewart, über die gemeinsamen Handlungen der Streitkräfte der USA und der Ukraine zum Widerstand gegen die „russische Aggression“. 

    „Diese Erklärung beinhaltet erlogene Behauptungen, hat einen provokanten Charakter und bewegt die ukrainische Seite zu einer gewalttätigen Lösung des internen Konfliktes im Donbass“, hieß es in der Pressemitteilung.

    „Außerdem läuft diese Erklärung den Deklarationen des Pentagons zuwider, laut denen die Regelung der Situation in der Ukraine mit friedlichen Mitteln alternativlos ist“. 

    Donbass-Konflikt

    Die ukrainische Regierung hatte im April 2014 Truppen in die östlichen Kohlefördergebiete Donezk und Lugansk geschickt, nachdem diese den nationalistischen Staatsstreich in Kiew vom Februar 2014 nicht anerkannt und unabhängige „Volksrepubliken“ ausgerufen hatten. Den Uno-Angaben zufolge sind etwa 13.000 Menschen dem Konflikt zum Opfer gefallen.

    Die Beilegung des Konflikts im Donbass wird unter anderem bei Treffen der Kontaktgruppe in der weißrussischen Hauptstadt Minsk besprochen. Diese hatte seit September 2014 mehrere Dokumente verabschiedet, die die Deeskalationsstufen definieren. Jedoch kommt es auch nach den erzielten Waffenstillstands-Abkommen immer wieder zu Schusswechseln zwischen den Konfliktparteien.

    om/gs/sna

     

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    Tags:
    Konflikt, USA, Ukraine, Russland, Donbass