08:12 23 Oktober 2020
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    Die Waffenkammer des Bundesamtes für Verfassungsschutz in Köln ist nach einem Bericht des Nachrichtenmagazins „Focus“ jahrelang fahrlässig geführt worden. So sollen über die Herausgabe von Pistolen und Munition an Mitarbeiter der Behörde in dienstlichen Unterlagen zahlreiche Angaben fehlen.

    Dies geht aus einer vom Parlamentarischen Kontrollgremium (PKGr) des Bundestags angeordneten Untersuchung hervor. Nach Focus-Angaben stellte sich bei der amtlichen Revision heraus, dass wohl in zahlreichen Fällen veraltete oder defekte Waffen ohne das vorgeschriebene Protokoll zur Vernichtung oder Reparatur herausgegeben worden sind. Der Verbleib mehrerer Pistolen sei letztlich unbekannt. Auch über die für das Schießtraining verteilte oder verschossene Munition gebe es in den Büchern große Lücken, hieß es weiter.

    Eine Sprecherin des Bundesverfassungsschutzes wies die Vorwürfe zurück. „Ich dementiere das“, sagte sie am Freitag. „Wir haben keine Erkenntnisse, dass im Bundesamt für Verfassungsschutz Waffen, Munition oder Sprengstoff abhandengekommen sind.“ Die Sprecherin bestätigte hingegen einen entsprechenden Untersuchungsauftrag des für die Geheimdienste zuständigen Parlamentarischen Kontrollgremiums.

    mka/dpa/gs

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    Tags:
    Bundesamt für Verfassungsschutz (BfV), Waffen