04:53 28 Oktober 2020
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    Der russische Journalist des Fernsehsenders RT, Konstantin Roschkow, wurde in den USA viele Stunden lang verhört. Die russische Botschaft in Washington betrachtet dies als einen groben Versuch der amerikanischen Behörden, Druck auf einen Pressevertreter auszuüben, teilte die Botschaft mit.

    Der Vorfall ereignete sich am 15. Oktober am Flughafen in New York, wo der Journalist angekommen war, um einen Dokumentarfilm über die Vereinigten Staaten am Vorabend der amerikanischen Präsidentschaftswahlen zu drehen, so die Mitteilung.

    Laut der Botschaft „verursachte Roschkows Absicht, über aktuelle Ereignisse im Land zu berichten, sowie im Allgemeinen seine Arbeit für den RT-Kanal, der auf der Liste der ausländischen Agenten des US-Justizministeriums steht, die Unzufriedenheit der Vertreter der Staatssicherheit.“

    „Der Pressearbeiter wurde aufgefordert, den Zugang zu allen verfügbaren elektronischen Medien zu öffnen, und danach Erklärungen für öffentlich zugängliche Informationen (darunter die von dem Russen gemachte Sputnik V-Impfung) sowie für Korrespondenz im Zusammenhang mit journalistischen Aktivitäten abzugeben“, so der Facebook-Beitrag der Botschaft.

    Wie die Diplomaten feststellten, sei das Verhör „deutlich über die üblichen Verfahren zur Gewährleistung der öffentlichen Sicherheit hinausgegangen“. Die Botschaft bezeichnete den Vorfall als „groben Versuch der amerikanischen Behörden, Druck auf einen Vertreter der Presse auszuüben, der es dem Publikum ermögliche, Alternativen zu den in den Vereinigten Staaten vorherrschenden Ansichten zu liefern“, und versprach, vom US-Außenministerium „angemessene Erklärungen“ zu fordern.

    Nach Angaben von Roschkow dauerte das Verhör über drei Stunden. Während dieser Zeit sollen die Agenten ihm Papiere und Ausrüstung abgenommen und darum gebeten haben, sein iPhone zu entsperren, um Fotos und Korrespondenz anzusehen. Zudem hätten sie Fragen zu seiner Person, seiner Arbeit sowie darüber gestellt, mit welchen Amerikanern er vor der Reise in Kontakt gewesen sei und wen er in den Vereinigten Staaten treffen werde.

    Russische Medien und der Westen

    Die Situation mit den russischen Medien im Westen ist in den letzten Jahren immer schwieriger geworden. Im November 2016 hatte das Europäische Parlament eine Resolution verabschiedet, die die Notwendigkeit betont, den russischen Medien entgegenzuwirken. Sputnik und RT wurden dabei als zentralste Gefahren angeführt.

    Eine Reihe westlicher Politiker, darunter US-Senatoren und -abgeordnete sowie der französische Präsident Emmanuel Macron warfen Sputnik und RT vor, sich in die Wahlen in den Vereinigten Staaten und Frankreich eingemischt zu haben, legten jedoch keine Beweise vor. Moskau bezeichnete diese Vorwürfe als haltlos.

    aa/sna/sb

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    Tags:
    US-Wahlen, Russland, Botschaft, Journalist, Verhör, RT, USA