07:10 22 Oktober 2020
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    Der aserbaidschanische Präsident Ilcham Alijew hat den jüngsten Raketenbeschuss der aserbaidschanischen Stadt Gjandscha als Kriegsverbrechen qualifiziert und eine Antwort auf dem Schlachtfeld versprochen.

    Zuvor wurden aus Baku Raketenangriffe auf Gjandscha und Mingetschewir gemeldet. Den Angaben zufolge wurden dabei 13 Menschen getötet und 52 weitere verletzt. Die Pressesprecherin des armenischen Verteidigungsministeriums, Schuschan Stepanjan, dementierte hingegen die Information über die Teilnahme Eriwans an dem Raketenschlag.

    „Das ist ein Kriegsverbrechen, ein Verbrechen gegen die Menschheit. Wenn die Weltgemeinschaft die Schuldigen nicht bestrafen will, werden wir sie bestrafen. Wir bestrafen sie auf dem Schlachtfeld, wir geben eine Antwort“, sagte Alijew in seiner Ansprache an das Volk.

    Er erklärte ferner, dass die aserbaidschanische Armee die Stadt Fisuli im (umstrittenen – Anm. d. Red.) Gebiet Karabach unter ihre Kontrolle gebracht und die Dörfer Gotschchmedli, Tschimen, Dschuwarly, Pirachmedli, Mussabeili, Ischygly und Dedeli im Kreis Fisuli befreit habe.

    Eskalation im Südkaukaukasus

    Am 27. September hatte sich die Situation in der selbsterklärten Republik Berg-Karabach zugespitzt. Zwischen Armenien und Aserbaidschan kam es zu schweren militärischen Auseinandersetzungen, die seitdem andauern. Auf beiden Seiten gibt es inzwischen Tote und Verletzte zu beklagen. Baku und Eriwan machen sich gegenseitig für die Verschärfung der Lage verantwortlich. Armenien rief wegen der Zuspitzung den Kriegszustand und eine allgemeine Mobilmachung aus. Das aserbaidschanische Parlament beschloss ebenfalls, in einigen Städten und Regionen das Kriegsrecht einzuführen.

    ls/sb

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    Tags:
    Armee, Ilham Alijew, Aserbaidschan, Armenien, Berg-Karabach