05:32 27 Oktober 2020
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    Das aserbaidschanische Verteidigungsministerium hat erklärt, dass die Streitkräfte Armeniens die aserbaidschanischen Stellungen an der Berührungslinie in Karabach unter Artilleriebeschuss genommen und damit den neu vereinbarten Waffestillstand in grober Weise verletzt hätten.

    „Trotz der Verkündung eines neuen humanitären Waffenstillstands ab 00:00 Uhr am 18. Oktober (22:00 Uhr am 17. Oktober MESZ) haben die Streitkräfte Armeniens erneut das Abkommen in grober Weise verletzt. Der Gegner beschoss in der Nacht die Umgebung von Dschebrail und die befreiten Dörfer am Fluss Aras aus Granatwerfern. Es gibt keine Verletzten unter den  Soldaten. Unsere Kampfeinheiten haben mit adäquaten Maßnahmen reagiert. Die Truppen nehmen an der gesamten Frontlinie angemessene Handlungen vor – von vorteilhaften Positionen, bedeutenden Höhen und Stellungen aus“, hieß es im aserbaidschanischen Verteidigungsministerium. 

    Laut einer Erklärung der Pressesprecherin des armenischen Verteidigungsministeriums, Schuschan Stepanjan, habe Aserbaidschan in der Nacht zum Sonntag den Waffenstillstand verletzt.

    „Der Gegner hat von 00:04 bis 2:45 Uhr (22:04 am Samstag bis 00:45 Uhr am Sonntag MESZ) einen Artillerieangriff in nördlicher Richtung sowie von 02:20 bis 02:45 Uhr (00:20 Uhr bis 00:45 Uhr am Sonntag MESZ) einen Raketenangriff in südlicher Richtung vorgenommen“, schrieb Stepanjan auf ihrem Telegram-Kanal.

    Auf ihrer Facebook-Seite teilte die Sprecherin mit, dass die aserbaidschanische Armee eine Offensive am südlichen Abschnitt der Berührungslinie in Bergkarabach an der Grenze zum Iran versucht habe.

    Laut der Sprecherin rückten die Sreitkräfte Aserbaidschans unter Feuerschutz der Artillerie im Raum des Khudaferin-Stausees vor, um günstigere Stellungen zu beziehen.

    „Im südlichen Teil der Berührungslinie haben die Einheiten der Verteidigungsarmee (von Karabach – Anm. d. Red.) vier angreifende Panzer des Gegners (der aserbaidschanischen Streitkräfte – Anm. d. Red.) geknackt. An der Südflanke setzt der Gegner zahlreiche Drohnen und Artilleriemittel ein“, schrieb die Sprecherin bei Facebook.

    Ihr zufolge müssen die beiden Konfliktseiten Verluste einstecken. 

    In der Nacht zum Sonntag hatten sich die Verteidigungsministerien von Aserbaidschan und Armenien bereits gegenseitig die Waffenstillstandsverletzung vorgeworfen.

    Baku und Eriwan hatten sich am Samstag über eine Waffenruhe ab 00:00 Uhr am 18. Oktober (22.00 Uhr am 17. Oktober MESZ) geeinigt. Die beiden Seiten stützten sich dabei auf die Vereinbarungen, die am 10. Oktober im Ergebnis mehrstündiger Verhandlungen in Moskau erzielt worden waren, sowie auf diesbezügliche Erklärungen der Präsidenten von Russland, Frankreich und den USA, die Co-Vorsitzende der Minsker OSZE-Gruppe für Karabach sind. 

    ls/mt

     

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    Tags:
    Telegram, Facebook, Verteidigungsministerium, Aserbaidschan, Armenien, Berg-Karabach