19:26 24 November 2020
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    Die Botschaft Russlands in Washington weist die Vorwürfe der USA gegen russische Bürger wegen Hackeraktivitäten und einer „destabilisierenden“ Tätigkeit in der ganzen Welt zurück.

    Zuvor hatten das US-Justizministerium und das FBI sechs russische Bürger beschuldigt, die laut Washington im Verdacht stünden, Hackerangriffe vorzunehmen und mit der Hauptverwaltung des Generalstabes der Streitkräfte Russlands zusammenzuarbeiten.

    „Es ist offenbar, dass derartige Informationsanlässe mit der Realität nichts zu tun haben und nur darauf abzielen, russlandfeindliche Stimmungen in der amerikanischen Gesellschaft anzuheizen, zur ‚Hexenjagd’ anzuspornen und eine Spionage-Manie zu kultivieren. All das ist schon seit Jahren der Clou des politischen Lebens Washingtons“, sagte ein Sprecher der russischen Botschaft gegenüber Sputnik.

    „Die US-Behörden zerstören konsequent die pragmatischen russisch-amerikanischen Beziehungen und zwingen der eigenen Bevölkerung künstlich eine toxische Wahrnehmung Russlands und all dessen auf, was mit diesem Land verbunden ist“, so der Sprecher.

    Er betonte, dass Russland nicht beabsichtigt hätte, weltweit „destabilisierende Operationen“ durchzuführen, und dies auch heute nicht beabsichtige.

    „Dies steht nicht im Einklang mit unserer Außenpolitik, unseren nationalen Interessen und unserer Einsicht dafür, wie sich die Beziehungen zwischen den Staaten gestalten sollen. Russland respektiert die Souveränität anderer Länder und mischt sich nicht in ihre Angelegenheiten ein“, fügte der Sprecher hinzu.

    Anschuldigungen unbewiesen

    Das US-Justizministerium hatte sechs russische Bürger wegen einer Serie von Hackerattacken und der Verbreitung schadhafter Software beschuldigt, deren Ziel es gewesen sein soll, die Infrastruktur anderer Länder anzugreifen. Ihnen wird unter anderem die Verbreitung des Virus NotPetya im Jahr 2017 angelastet.

    Behauptet wird auch, dass diese Personen Mitarbeiter der Hauptverwaltung für Aufklärung (GRU) seien und unter anderem Cyberattacken gegen die Olympischen Spiele in Südkorea organisiert hätten. Fast zur gleichen Zeit wurde in Großbritannien erklärt, dass der russische Aufklärungsdienst eine Cyberattacke gegen die Veranstalter der Olympischen Spiele in Tokio vor deren Terminänderung vorbereitet hätte.

    Laut einer Quelle im russischen Außenministerium sind die von den USA und Großbritannien erhobenen Vorwürfe wegen der Beteiligung russischer Hacker an verschiedenen Attacken, darunter auch gegen die Veranstalter der Olympischen Spiele in Tokio, unbewiesen und nur an die Inlandsbevölkerung adressiert.

    ls/sna/sb

     

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    Tags:
    US-Justizministerium, FBI, Botschaft, Russland, Großbritannien, USA