19:15 27 November 2020
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    Die US-Streitkräfte haben Jagdflugzeuge F-22 zur Begleitung russischer Langstrecken-Raketenflugzeuge Tu-95MS im Fernen Osten aufsteigen lassen, wurde im russischen Verteidigungsministerium mitgeteilt.

    „Zwei strategische Raketenträger vom Typ Tu-95MS haben einen planmäßigen Flug über den Neutralgewässern der Tschuktschensee, der Beaufortsee, des Beringmeeres und des Ochotskischen Meeres absolviert“, hieß es in der Pressemitteilung.

    „Der Flug dauerte rund zwölf Stunden. An einzelnen Abschnitten der Route wurden die strategischen Raketenträger von Jagdflugzeugen Su-35S der Luft- und Weltraumkräfte Russlands, von MiG-31-Flugzeugen der Seefliegerkräfte der russischen Kriegsflotte sowie von US-Jagdflugzeugen vom Typ F-22 begleitet“, hieß es weiter.

    Das russische Verteidigungsamt verwies darauf, dass Fernfliegerkräfte regelmäßig über den Neutralgewässern der Arktis, des Nordatlantiks, des Schwarzen Meeres und der Ostsee wie auch des Pazifiks fliegen und dabei immer die völkerrechtlichen Regeln strikt befolgen.

    Zuvor hatte das Nordamerikanische Luft- und Weltraum-Verteidigungskommando (NORAD) mitgeteilt, dass der Flug am späten Montagabend Ortszeit (am Dienstagmorgen Moskauer Zeit) erfolgt sei. Die russischen Flugzeuge „sind im internationalen Luftraum geblieben und haben zu keinem Zeitpunkt den Luftraum der Vereinigten Staaten und Kanadas verletzt“, hieß es in NORAD.

    Russische und US-amerikanische Langstreckenbomber nähern sich häufig den Grenzen des jeweils anderen Landes an, ohne dessen Luftraum zu verletzten. Sie werden dabei von Jagdflugzeugen begleitet. Solche Flüge verlaufen in der Regel ohne Vorkommnisse und gelten als routinemäßig.

    Allerdings ist im August die Zahl der Fälle, in denen nichtstrategische Flugzeuge an den Grenzen Russlands begleitet wurden, deutlich gestiegen. Damals mussten fast jeden Tag mehrmals Jagdflugzeuge aufsteigen, vor allem über dem Schwarzen Meer, um ausländischen Aufklärungsflugzeugen zu „begegnen“.

    Um dieselbe Zeit übten US-amerikanische Langstreckenbomber B-52H bei dem Manöver „Alied Sky“ Schläge mit Marschflugkörpern gegen Russland. Wie der Oberbefehlshaber der russischen Luft- und Weltraumkräfte, Sergej Surowikin, sagte, seien die Raketen von den Niederlanden, von Deutschland, Polen und den baltischen Ländern aus gestartet worden. Surowikin bezeichnete diesen Schritt als „feindlich und provokant“.

    Im September und Oktober ist die Zahl der Begleitmanöver an den Grenzen Russlands im Vergleich zum August wesentlich zurückgegangen.

    ls/mt

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    Tags:
    Nordamerikanisches Luft- und Weltraum-Verteidigungskommando (NORAD), Russisches Verteidigungsministerium, USA, Russland