13:22 04 Dezember 2020
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    Die Ukraine will die beiden neuen Marinestützpunkte am Schwarzen Meer selbständig bauen und Schiffe im Ausland kaufen. Dies teilte der ukrainische Ex-Präsident Leonid Krawtschuk in einem Interview mit dem Portal „Obozrevatel“ mit.

    Krawtschuk, der von 1991 bis 1994 der erste Präsident der Ukraine war, vertritt heute Kiew in der Dreiseitigen Kontaktgruppe für Donbass. Die Gruppe, der neben der Ukraine auch Russland und die OSZE angehören, wurde 2014 zur friedlichen Beilegung des Konfliktes in der Ost-Ukraine eingesetzt.

    „Die Stützpunkte sind nötig, sie werden von der Ukraine betrieben“, sagte Krawtschuk.

    Damit kommentierte der 86-Jährige die Ankündigung des ukrainischen Staatschefs, Wladimir Selenski, dass die Ukraine mit dem Bau von zwei Marinestützpunkten „für den Schutz der Schwarzmeerregion“ beginne.

    Krawtschuk wies Informationen zurück, laut denen es sich um ausländische Stützpunkte handle. „Davon ist nicht die Rede“, betonte der Ex-Präsident. Die Ukraine werde die Basen selbst bauen und die Schiffe im Ausland kaufen. „Alle Länder kaufen Schiffe, warum dürfte die Ukraine das nicht?“

    Krawtschuk räumte ein, dass die Ukraine nicht genug Kriegsschiffe habe.

    „Aber wir haben in London ein Dokument über strategische Partnerschaft mit Großbritannien unterschrieben – erstmals in der Geschichte. Es wurden für den Bau von Raketenschiffen bereitgestellt, die zwei- bis zweieinhalbmal  schneller sind als die Schiffe Russlands und anderer Staaten.“

    leo/ae

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    Tags:
    Wolodymyr Selenskyj, Wladimir Selenski, Kriegsschiff, Marine, Militärbase, Militärstützpunkt, Schwarzes Meer, Krim, Donbass, Leonid Krawtschuk, Ukraine