19:54 23 November 2020
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    Kreml-Sprecher Dmitri Peskow hat die neuen Sanktionen der Vereinigten Staaten gegen die Ostsee-Gaspipeline Nord Stream 2 als Fortsetzung des unfreundlichen und destruktiven Kurses der Raider-Konkurrenz vonseiten Washingtons bezeichnet.

    „Im Großen und Ganzen ist es eine ziemlich unfreundliche, destruktive Linie zur ständigen Einführung verschiedener Restriktionen gegenüber uns, unseren wirtschaftlichen Akteuren, unserer Wirtschaft. Bedauerlicherweise ist es bereits zu einem untrennbaren Bestandteil der unfairen, tatsächlich unverdeckten Raider-Konkurrenz Washingtons geworden. Dieser destruktive Kurs setzt sich bedauerlicherweise bereits nicht das erste Jahr fort. Er schadet natürlich unseren bilateralen Beziehungen“, sagte Peskow am Mittwoch gegenüber Journalisten.

    Neue Sanktionen der USA gegen Nord Stream 2 

    Am Dienstag haben die USA die Sanktionsliste gegen die Gaspipeline Nord Stream 2 erweitert. Zu den Aktivitäten, die nun von den USA mit Sanktionen strafbar sind, gehören die „Bereitstellung von Dienstleistungen oder Anlagen für die Modernisierung oder die Installierung von Ausrüstung für diese Schiffe (welche die Pipeline verlegen – Anm. d. Red.) oder die Finanzierung von Upgrades oder Installierung der Ausrüstung für diese Schiffe”.

    Nord Stream 2

    Das Projekt Nord Stream 2 umfasst den Bau von zwei Strängen einer Gaspipeline mit einer Gesamtkapazität von 55 Milliarden Kubikmetern pro Jahr von der russischen Küste durch die Ostsee bis nach Deutschland. Die Pipeline verläuft in den Territorialgewässern von Russland, Finnland, Schweden, Dänemark und Deutschland und kostet rund zehn Milliarden Euro.

    Die USA, die verflüssigtes Erdgas auf den europäischen Markt bringen wollen, treten gegen den Bau der Gaspipeline auf. Washington hatte im Dezember Sanktionen gegen das Nord-Stream-2-Projekt verhängt und von den Partnerunternehmen einen unverzüglichen Arbeitsstopp gefordert. Das schweizerische Unternehmen Allseas stellte seine Arbeit ein. US-Politiker erwägen derzeit eine Erweiterung der Restriktionen.

    Offiziell teilte der Konzern Gazprom im August nur mit, dass er weiter zu seinen Plänen zum Weiterbau von Nord Stream 2 stehe und die dafür notwendigen Arbeiten erfülle. Das Unternehmen sei jedoch in der öffentlichen Preisgabe der Informationen beschränkt, unter anderem wegen des erheblichen Drucks, der auf das Projekt ausgeübt werde.

    ns/sna/gs  
     

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    Dmitri Peskow, Sanktionen, USA, Deutschland, Schweden, Finnland, Russland, Nord Stream 2