08:44 04 Dezember 2020
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    Das russische Außenministerium hat Deutschland Einmischung in die Präsidentschaftswahlen in Moldawien vorgeworfen und auf eine Videobotschaft der deutschen Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer verwiesen, in der sich die Politikerin für die moldauische Präsidentschaftskandidatin Maja Sandu ausspricht.

    Die Unterstützung der ehemaligen mol­dau­ischen Premierministerin Maja Sandu durch die deutsche Verteidigungsministerin sei eine direkte Einmischung in die Präsidentschaftswahlen in Moldau, sagte die Sprecherin des russischen Außenministeriums, Maria Sacharowa. 

    „Am zwölften Oktober hat die CDU im Vorfeld der Wahlen in Moldawien eine Videobotschaft mit der Vorsitzenden und Verteidigungsministerin auf Twitter veröffentlicht. Das Mitglied der Bundesregierung sprach sich eindeutig für die Präsidentschaftskandidatin Sandu aus. Wir betrachten die Aufrufe eines hohen offiziellen Vertreters der Bundesrepublik Deutschland als direkte Einmischung in die inneren Angelegenheiten Moldawiens“, erklärte Sacharowa. 

    Ukrainische Ex-Ministerpräsidentin Julia Timoschenko übt heftige Kritik an der Regierung (Archiv)
    © AP Photo / Alexanber Prokopenko / Tymoshenko Press Service Pool Photo via AP)
    Die Aussagen über den Zusammenhang der Wahlen zugunsten Sandus und einer europäischen Zukunft des Landes würden alle Grenzen überschreiten und könnten nur als Erpressungsversuch an den moldauischen Wählern bewertet werden, fügte Sacharowa hinzu. 

    Die Präsidentschaftswahl in Moldawien findet am ersten November statt. Das Zentrale Wahlkomitee hat insgesamt acht Kandidaten für das Präsidentenamt zugelassen, darunter der amtierende Präsident Igor Dodona und Maja Sandu, die 2019 das Amt des Premierministers bekleidet hatte und bereits 2016 bei der Präsidentenwahl in Moldawien angetreten war. Jüngste Umfragen räumen den beiden die größten Chancen auf den Wahlsieg ein.

    mka/sna/gs

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    Tags:
    Wahleinmischung, Deutschland, Moldawien