19:47 24 November 2020
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    Der Sprecher des russischen Präsidenten, Dmitri Peskow, hat in einem Gespräch mit dem TV-Sender „Perwy Kanal“ die Position der westlichen Staaten zur Situation in Weißrussland zum Ausdruck gebracht. Unter anderem sprach er von einer „Störung in der Matrix“.

    „Es ist offensichtlich, dass es eine Art von Systemausfall, eine Störung in der Matrix gibt. Eventuell sind dies die Folgen der weltweiten Corona-Krise selbst im Bereich der internationalen Beziehungen und der Diplomatie. Die Zerstörung einiger etablierter Normen und Prinzipien ist offensichtlich“, antwortete Peskow auf die Frage, warum es in der Situation mit Weißrussland zum Scheitern der westlichen Diplomatie gekommen sei. 

    Dabei verwies Peskow darauf, dass Präsident Alexander Lukaschenko und seine Kollegen in Weißrussland selber nach Varianten für die Lösung der Krise in diesem Land suchen müssten.

    „Und der Präsident (Wladimir) Putin achtet sehr darauf, dass nichts als Versuch wahrgenommen wird, den legitimen Präsidenten von Weißrussland zu beeinflussen“, betonte der Kreml-Sprecher.

    Er fügte hinzu, dass die Beziehungen zwischen den beiden Spitzenpolitikern nicht das Wichtigste für Russland und Putin sei.

    „Das Wichtigste ist nicht die persönliche Beziehung zu Alexander Grigorjewitsch Lukaschenko. Das Wichtigste sind die Beziehungen zu dem für uns brüderlichen weißrussischen Volk. Es gibt auch bestimmte Verbündeten-Verpflichtungen, die als gute Unterstützung für Minsk in dieser Situation dienen“, schloss Peskow.

    Beziehungen zwischen Weißrussland und dem Westen

    Die Beziehungen zwischen Weißrussland und den  EU-Ländern hatten sich nach den Präsidentschaftswahlen vom 9. August, bei denen Lukaschenko nach Angaben der Zentralen Wahlkommission zum sechsten Mal gewann, stark verschlechtert. Die Opposition der Republik sieht Swetlana Tichanowskaja als wahre Siegerin. Die Europäische Union hat Lukaschenko nicht als legitimen Präsidenten von Weißrussland anerkannt.

    Die EU-Mitglieder Polen und Litauen sind Nachbarländer von Weißrussland und haben zuletzt viele Oppositionelle von dort aufgenommen. So floh die Oppositionsführerin Tichowskaja nach Litauen. Lukaschenko hat Polen und Litauen mehrfach beschuldigt, die Proteste anzufachen.

    ns/sna/ae

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    Folgen, Krise, Coronavirus, Dmitri Peskow, Swetlana Tichanowskaja, Alexander Lukaschenko, Weißrussland, Russland