18:30 27 November 2020
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    Israel und der Sudan haben sich laut US-Präsident Donald Trump darauf geeinigt, ihre Beziehungen zu normalisieren.

    „Präsident Donald Trump hat bekannt gegeben, dass der Sudan und Israel die Normalisierung der Beziehungen vereinbart haben – ein noch größerer Schritt hin zur Friedensschaffung im Nahen Osten mit einem weiteren Land, das sich dem Abraham-Abkommen angeschlossen hat“, schrieb ein Vertreter des Weißen Hauses auf Twitter.

    Zuvor hatten auch die Vereinigten Arabischen Emiraten und Bahrain zugesagt, das Verhältnis zu Israel zu normalisieren. 

    Mit diesem Schritt ist der Sudan neben Ägypten, Jordanien, den Vereinigten Arabischen Emiraten und Bahrain bereits das fünfte arabische Land, das diplomatische Beziehungen zu Israel unterhält.

    Das Weiße Haus hatte zuvor mitgeteilt, Trump habe den Kongress über seine Absicht informiert, den Sudan von der berüchtigten US-Liste „staatlicher Unterstützer von Terroristen” zu streichen.

    Im Gegenzug hatte sich der Sudan bereit erklärt, amerikanische Terror-Opfer und deren Angehörige zu entschädigen. Die Zahlung von 335 Millionen Dollar (rund 290 Millionen Euro) durch die Übergangsregierung des Sudans sei eingegangen, teilte das Weiße Haus am Freitag mit.

    Die Einstufung des Sudans als Terror-Staat hat das Land im Nordosten Afrikas international isoliert. Nach einer Streichung von der Liste dürfte es unter anderem für internationale Firmen und Banken einfacher werden, im Sudan Geschäfte zu machen. Zudem kann die Regierung in Khartum damit auch leichter wieder Zugang zu Hilfen multilateraler Geberinstitutionen bekommen, etwa vom Internationalen Währungsfonds (IWF). Auf der Terror-Liste der USA stehen sonst nur noch die Staaten Nordkorea, Iran und Syrien. Der Sudan wurde dort seit 1993 aufgeführt.

    ta/gs/dpa

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    Sudan, Israel