06:42 03 Dezember 2020
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    Kirgisistan wird am 10. Januar einen neuen Präsidenten wählen. Dies entschied die Zentrale Wahlkommission in Bischkek. Der bisherige Präsident Sooronbai Dscheenbekow war in der vergangenen Woche zurückgetreten, nachdem Massenunruhen die zentralasiatische Republik tagelang erschüttert hatten.

    „Die Zentrale Wahlkommission hat die Präsidentschaftswahl auf den 10. Januar angesetzt“, teilte ein Kommissionssprecher Sputnik am Samstag mit.

    Kirgisischer Präsident Sooronbai Dscheenbekow (Archivbild)
    © Sputnik / Grigory Sysoyev

    In Kirgisistan gab es Anfang Oktober Massenprotesten gegen die Ergebnisse der Parlamentswahl vom 4. Oktober. Die Demonstranten – Anhänger der Parteien, die den Einzug ins Parlament nicht geschafft hatten – forderten in der Hauptstadt Bischkek und in anderen Städten, die Annullierung der Wahlergebnisse und Neuwahlen.

    Die Demonstranten konnten das Gebäude unter ihre Kontrolle bringen, in dem das Parlament und das Präsidialamt residieren. Bei Zusammenstößen mit Sicherheitskräften kam mindestens ein Mensch ums Leben, mehr als 1200 weitere erlitten Verletzungen. Der kirgisische Premierminister Kubatbek Boronow trat zurück. Daraufhin erklärte die Zentrale Wahlkommission die Parlamentswahl für ungültig.

    In der vergangenen Woche trat auch Präsident Sooronbai Dscheenbekow zurück. Er wolle nicht in die Geschichte Kirgisistans als Präsident eingehen, der Blut vergossen und auf seine eigenen Bürger geschossen habe, begründete Dscheenbekow seine Entscheidung. Der neue Premierminister Sadyr Schaparow übernahm vorübergehend die Amtsgeschäfte des Staatschefs. Seitdem gibt es in Kirgisistan keine Proteste mehr.

    leo/ae

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    Tags:
    Zentrale Wahlkommission (ZIK), Wahlkommission, Präsidentenwahl, Ausschreitungen, Unruhen, Krise, Kirgisistan, Kirgistan